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Neu-Guinea und der Bismarckarchipel : eine wirtschaftliche Studie / von Hans Blum
Entstehung
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Am 11. März dieses Jahres hat der Reichstag den Vertrag des Deutschen Reichs mit der Neu-Guinca-Kompagnie betreffend die Übernahme der Landeshoheit über das bisherige Schutzgebiet dieser Gesellschaft durch die Reichsregierung genehmigt. Dadurch rückt die Kolonie, die früher nur eine Domäne einiger Kapitalisten war uud von diesen verwaltet wurde, in den Kreis allgemeineren Interessen auf, das durch die Ereignisse der letzten Monate ohnehin mehr, als gewöhnlich auf die ferne Inselwelt im westlichen Stillen Mcer gelenlt ist. Die Einreihung der Karolinen, Mariancn und Palooinseln in den deutschen Südseebesitz, der bisher mit den Marshallinseln im Norden der Linie östlich vom 160. Längengrade (östlich v. Gr.) und dem Schutzgebiete der Neu-Guinea-Kompagnic westlich von diestm und südlich vom Äquator ohne inneren Halt war, hat uns in der Südsee eine große in sich geschlossene Interessensphäre geschaffen, deren Teile sowohl, als ganz besonders ihre Einheit, als wirtschaft­liches Ganze, dem Vaterlande Marksteine auf dem Wege zu grosser, weltpolitischer Entwicklung sein werden. Unter diesen Besitzungen nehmen Neu-Guinea und der Bismarckarchipel nicht nur räumlich, sondern auch wirtschaftlich die erste Stelle ein und sind zweifellos berufen, die wesentlichsten Stützpunkte des Deutschtums im fernen Südosten der Erde zu werden. Trotz dieser Bedeutung, die das Schutzgebiet für unsere gesamte Kolonialpolitik hat, sind seine poli­tischen und wirtschaftlichen Verhältnisse nur einem sehr kleinen Krciie von Interessenten bekannt. Die Kenntnis hiervon auch weiteren