VI. Abschnitt.
Die letzten fünf Jahre vor der Verhaftung. (1823... 1828).
Dieser letzte Zeitraum wird uns die vollendete Scheinheilige vorführen, bei vollendeter Sünde; die reife Frucht des Verderbens, die gleichsam sich selbst nicht mehr tragt, sondern abfallen muß, wenn auch die Welt sie noch nicht auswirft. Denn auch die Kraft, in der Sünde zu leben, hat ihr Ziel und ihr Maaß.
„Nach seinem (Zimmermann's) Tode durch das von ihm an mich Geschenkte und was ich dem Seligen veruntreuet hatte, wurde ich" — so fährt eine Erzählung der Verbrechen» fort — „m die Lage gesetzt, daß ich Geld in meinen Handen hatte, um eine kleine Reise vorzunehmen: meine erste Reise nach Hannover."
„Bei Herrn Scharnhorst bestellte ich den Wagen, nahm die Tochter meiner Freundin M — vr—r mit, damals 15 Jahre alt."
„Als wir 6 Stunden von Bremen waren, hielten wir in einem kleinen Dorfe an, wo gerade die Schulstunde vorbei war_und lauter kleine Knaben an unserm
Wagen kamen. Wir machten ihnen eine kleine Freude und so verließen sie uns. Als ich die kleine Heerde über die Wiese laufen sah, erinnerte ich mich meiner seligen Kinder und fühlte, was ich entbehrte."