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einbarung mit der Deutsch-Ostasrikanischen Gesellschaft vom 25. September 1900, betr. die Bergbaurechteft erheblich erweitert worden. Die Gesellschaft hat nämlich zu Gunsten des Landesfiskus auf alle Rechte, die ihr inbezug auf die Gewinnung von Mineralien in dem Küstengebiet, dessen Zubehörungen, der Insel Mafia und des Gebietes des Kaiserl. Schutzbriefes eingeräumt waren,-) unter den in Z 2 der Vereinbarung erwähnten Bedingungen vom Zeitpunkt der Einführung der KVO. vom 9. Oktober 1898, nämlich vom 10. Oktober?) an verzichtet.
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e. Kamerun und Togo.
Für Kamerun ist die KVO. vom 28. November 1892, betr. das Schürfen im Schutzgebiet von Kamerunft ergangen unter Aufhebung der bis dahin nach tz 1 der KVO. von: 2. Juli 1888") hinsichtlich der bergrechtlichen Verhältnisse maßgebenden Vorschriften des KonsGG. Dieselbe enthält fast durchweg dieselben Bestimmungen wie der anfänglich für Deutsch-Ostafrika gültige Runderlaß vom 25. September 1895 (S. 115).
Auch hinsichtlich des Schutzgebietes von Togo sind anfangs die Bestimmungen des KonsGG. von: 10. Juli 1879 für die bergrechtlichen Verhältnisse maßgebend gewesen. Durch die KVO. vom 17. August 1898'h haben diese Vorschriften ihre Gültigkeit verloren. Eine Neuregelung der Verhältnisse ist bisher nicht erfolgt. Es sind aber auch uach neuem Recht die preußischen Bestimmungen nicht anzuwenden, da — wie erwähnt — nach Z 2 der KVO. vom 21. November 1902 die in Z 19 KonsGG. vom 25. Juli 1900 bezeichneten Vorschriften nur dann Geltung haben, wenn der Reichskanzler — bezw. Gouverneur — sie für anwendbar erklärt.
0 KolG. V. Nr. 182. S. 148.
°) Vgl. 8 7 Ziffer 2 des Vertrags vom 2V. November 1890. KolG. I. Sir. 139. S. 382.
») KolG. V. Nr. 136. S. 151, RGBl. 847 und KolG. V. Nr. 155. S. 164.
0 KolG. 1. Nr. 39. S. 221, RGBl. 1045.
KolG. I. Nr. 34. S. 181.
«) KolG. III. Nr. 47. S. 119, KBl. 1898. S. 537.
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