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Mit zahlreichen Abbildungen und Skizzen und 1 farbigen Karte in Steindruck. 443 S. 1909. Oebdn. in Leinw. 10.—.
Steffen, J.: Okowi, ein Hererospion? Eine Geschichte aus dem südwestafrikanischen Krieg. Mit Bildern und 1 Karte. 1910. Gebdn. 3.60.
Streitwolf, Hauptmann: Der Caprivizipfel. 5.—,
Taschenbuch für Südwestafrika. 1911. Herausgegeben von Kurd Schwabe, Philalethes Kuhn, Georg Eoclc. 2 Teile. 1911. 5.—. 8°. Teil 2. Gesetze und Verordnungen bearbeitet von J. Gerstmeyer. Nebst Anhang: Gerichtswesen von Merensky. Tön j es, H.: Lehrbuch der Ovambo-Sprache, Osikuanjama. 1910. 10.—.
— Ovamboland. Land, Leute, Mission. Mit besonderer Berücksichtigung'seines größten Stammes Oukuanjama. 316 S. m. 32 Taf. u. 1 Karte. 5.— ; geb. in Leinw. 6.—. Verzeichnis von Büchern und Karten über Deutsch-Südwestafrika und die andern deutschen Kolonien. 32 S. 1908. Auf Wunsch kostenlos von Dietrich Reimer (E. Vohsen) Sort.-Abtlg., Berlin SW. 48.
Wagner, P. A.: Die diamantführenden Gesteine Südafrikas, ihr Abbau und ihre Aufbereitung. Mit Abbild. 1909. 7.—.
Besitzstands-Karte von Deutsch-Südwestafrika. Stand am 1. April 1911. Bearbeitet im Bureau der Landesvermessung. 1:800000. Erscheint im Sommer 1911 bei Dietrich Reimer (E. Vohsen) Berlin SW. 4S Willielmstr. 29.
Karte von Den tsch-Südwestafrika. Maßstab 1:2000000. Bearbeitet von Paul Sprigade und Max Moisel. Mit ausführlichem Namenverzeichnis. 1910. In Umschlag, Karte gefalzt 5.—, in Umschlag, Karte aufgezogen auf Leinwand in Taschenformat 6.50, auf Leinwand mit Stäben 7.—.
Karte des Gebiets zwischen Okawango und Sambesi (Caprivi-Zipfel) nach der Aufn. v. E. Seiner. 1:500000. 57 X 93 cm. 1909. 3.—, in Taschenformat aufgezogen 4.25.
Diamant-Fundstellen in Deutsch-Südwestafrika nach dem gegenwärtigen Stande der Kenntnis. 1:1500000. Leitung: Prof. Paul Langhans. Peterm. Mitt. 1910 Tafel 5.
Karte der Tiras-Hochfläche nach seinen Forschungen im August bis Oktober 1909 von Prof. Dr. Eduard Moritz. 1:100000. 2.—.
Die Hunsberge. 1:400000. Nach Routenaufnahmen von Leutnant Drews. Diamant-Fundstellen in Deutscli-Südwestafrika nach dem gegenwärtigen Stande der Kenntnis. 1:1500000. Karten: Diamant-Bergbaufelder bei Lüderitzbucht. Pomona. 1: 5000000.
Übersichtskarte der Diamantfelderder Vereinigten Diamantminen Lüderitzbucht G. m. b. H. bei Lüderitzbucht und Pomona 1911. 1:200000. W. Gente, Hamburg. Zu beziehen durch Bödicker & Co., Hamburg.
Karte des Gebietes längs der Lüderitzbahn zwischen Lüderitzbucht und Schakalskuppe nach Aufnahmen des Regierungsgeologen Dr. Paul Range und mit Benutzung des veröffentlichten Materials. Bearbeitet von F. Heine unter Leitung von P. Sprigade. 1:200000. 2.—.
Karte der Namib zwischen dem 27° südl. Breite sind ohne Örange-Fluß nach Aufnahmen des Regierungsgeologen Dr. Paul Range. Bearbeitet von E. Lewerenz unter Leitung von P. Sprigade. 1:400000. — Nebenkarte: Üborsichtsskizze 1:30000000. 2.-.
Weitere Literatur- und Kartennachweise finden sich in Dietrich Reimer’s Mitteilungen für Ansiedler, Farmer, Tropenpflanzer, Beamte, Forschungsreisende und Kaufleute. Jährlich 4 illustr. Hefte ä 30 Pfg. Ein Jahrgang mit Porto 1.60 Mark. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen sowie direkt von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Sort.-Abt. Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 29.
Deutsch-Ostafrika. [Karte (>.]
Geschichte: Am 27. Februar 18S5 wurde den Landerwerbungen des Dr. Karl Peters der Kaiserliche Schutzbrief erteilt. 1S89/90 überwand Hermann v. Wißmann den Araber- aul’stand. Von Eingebornenerhebungen sei die der Jahre 1905 1906 genannt.
Größe: mit den dazu gehörigen Wasserflächen 995000 qkm (= 2 Deutsches Reich). Die Grenzen sind durch Verträge mit Portugal, Belgien und England in den Jahren 1904 bis 1910 festgelegt.
Bevölkerung: Europäer: 1904: 1437, darunter 1102 Deutsche. 1905: 1873, darunter 1324 Deutsche und 316 erwachsene Frauen. 1906 : 2465, darunter 1499 Deutsche und 401 erwachsene Frauen. 1907 : 2629 Weiße, darunter 1656 Deutsche und 437 erwachsene Frauen. 1908 : 2845 Weiße, darunter 2014 Deutsche und 507 erwachsene Frauen. 1909: 33S7 Weiße, darunter 2384 Deutsche und 682 Frauen. 1910 : 3756 Weiße, davon 2703 Deutsche und 921 Frauen. Seit 1904 am Kilimandscharo und Meru, im Bezirke Moschi eine Einwanderung von Buren und europäischen Siedlern (Schwaben aus Rußland, Reichsdeutsche, Griechen, Italiener usw.). Die schwarze Bevölkerung mindestens sechs, möglicherweise neun Millionen. Wesentlichster Bestandteil Bantuneger. Die Bantu des südlichen Teils des Schutzgebietes sind den Sulu verwandt. In den Steppen des Nordens bis in die Mitte des Schutzgebietes wohnen in kleinen Freistaaten die von Norden eingedrungenen Massai (Hamiten mit den Sprachen der Nilotischen Völker); im Nordwesten, zwischen Victoria- und Tanganjika-See, als herrschende Klasse inmitten von Bantu, die hamitischen Wahima oder Watussi, in der Landschaft Ruanda. Zu den Sulu des Südens gehören die unter Stammesfürsten stehenden Wahehe (im Flußgebiet des Rufiji) und die Mafiti (oder Wangoni), beide Stämme sind vor einigen Jahrzehnten erst von Süden eingedrungen.
Ein Mischvolk von Arabern und Eingeborenen sind die Wasuaheli, deren Idiom, eine mit arabischen Worten durchsetzte Negersprache (Kisuaheli), die ostafrikanische Verkehrssprache geworden ist, bis weit in den Kongostaat hinein. Neben den Eingeborenen wohnen an der Küste: Araber (Maskat- und Schihiriaraber), Beludschen, Inder 1910 : 6750, Parsi, Goanesen, Syrer, Aegypter, Türken. Das Ergebnis der von Farbigen aufgebrachten Häuser- und Hüttensteuer betrug 1908: 2864000 M.
Bodengestaltung: Deutsch-Ostafrika ist ein Teil der sich von Abessinien bis zum Tafelberg erstreckenden Hochebene; vom Indischen Ozean landeinwärts ansteigend, gliedert sie sich durch mehrere von S. nach N. verlaufende Längsspalten (Gräben) und erhebt sich im Schutzgebiet zu einer Höhe von 1000—1600 m und darüber.
An der Nordgrenze der doppelgipflige Kilimandscharo (westliche Spitze: Kibo 6010 m, östliche Spitze: Mawensi, 5355 m), bedeckt eine Fläche von 3770 qkm. Dem Kili-