Abschnitt V,
Das Waldrand und seine Bevölkerung.
Ueberblick über das Gebiet zwischen der Mungomündung und dem Benue.
Das Waldland: I. Das Gelände: a) allgemeine; b) orographische; c) hydrographische; d) topographische Gestaltung. — II. Die Menschen: a) Völkersclieiden; b) ethnologische; c) anthropologische; d) ethische; e) statistische Angaben; f) politische Verhältnisse; g) sociale Gliederung; h) Märkte; i) Wegeanlagen; k) Ansiedelungen; 1) Farmen; m) Haustiere; n) Sitten; o) Gewerbethätigkeit; p) religiöse Verhältnisse.
Ueberblick über das Gebiet zwischen der Mungomündung und
dem Benue.
Von der Jofsplatte in Kamerun den Mungo stromaufwärts und von da in nordnordöstlicher Richtung ins Innere vordringend, werden zwischen der Küste und dem Benue, also auf einer Strecke von rund 650 km, drei Gebiete, nach Gelände und Menschenschlag ausgeprägt voneinander verschieden, durchschritten. Doch deckt sich die geographische Dreiteilung nicht mit der der Bevölkerung.
Die geographische Dreiteilung tritt zu Tage in dem stufenförmigen Aufbau des Landes und in der Bedeckung.
1. Das Küstengebiet: von der Einmündung des Mungo in das Sammelbecken des Kamerunflusses bis Mundame; rund 50 km. Eine geraume Strecke vom Küstenrand landeinwärts findet sich nur ein Mittelding zwischen Wasser und Land: die Wattenregion, deren schlammiger, von der Flut gröfstenteils überschwemmter Boden durch das verwickelte Wurzelgeflecht der Mangrovedickichte zusammengehalten und überkleidet wird. Durch diese Sumpfniederungen ziehen eine Anzahl von Wasserrinnen, sogenannte „Krieks“, in die der eigentliche Stromlauf des Mungo bereits 10 bis 15 km landeinwärts sich verliert. Dann erst beginnt festeres Schwemmland, bis Mundame zu einer Höhe von 110 m ansteigend. Die Bewachsung desselben besteht anfänglich noch aus Mangroven, dann aus undurchdringlichem
Geographische Dreiteilung.