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Wanderungen und Forschungen im Nord-Hinterland von Kamerun / von Franz Hutter
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Absehnitt IV,

Auf einer Station im Innern.

Bedeutung und Aufgaben einer Station. Anlage und Bau. Leben, Lebensweise und Ausrüstung. Aus Tagebüchern und Briefen auf Baliburg. Anhang: Meine Balitruppe.

Bedeutung und Aufgaben einer Station.

Dem Schiffe auf hoher See, das vorwärts strebend mit seinem Kiel die Wellen durchschneidet, gleicht die vorwärts strebende, mar­schierende Forschungsexpedition. Da und dort geht das Fahrzeug vor Anker, da und dort füllt es mit neuen Schätzen und Waren die Ladungsräume und weiter geht die Fahrt. Das Kielwasser zeigt noch seine Bahn eine Weile lang; dann glätten sich darüber die Fluten und jede Spur seiner Anwesenheit ist verwischt.

Da und dort hält der Forscher stunden-, tage-, wochenlang; wissenschaftliche Ausbeute jeglicher Art festet der Stift in Wort und Bild in der Schreibtafel; Pflanzen und Tiere bereichern die Samm­lungen; Geräte und Waffen jeglicher Art, Zeugen der kulturellen Stufe, des Lebens und Treibens der fernen Völker werden aufge­speichert. Aber weiter geht wieder der Marsch, und über kurz oder lang ist die Karawane in den grünen Laubmassen des Urwaldes unter­getaucht, das wogende Halmenmeer schlägt über ihr zusammen. Geraume Zeit noch ist der Weifse mit seinem rätselhaften Gebaren und seinen noch rätselhafteren Instrumenten, mit seinen Waffen und begehrten Schätzen Gegenstand des Gespräches der Stämme, die er durchzogen; dann legt sich allmählich die Erregung und schliefslich lebt die Kunde von dem Erscheinen des weifsen Mannes als Sage fort, von den Alten den Jungen erzählt.

Der Wissenschaft ist das durchwanderte Gebiet, oberflächlich wenigstens, erschlossen; für die Praxis ist es lediglich ein geogra­phischer, ethnographischer Begriff.

Das ist mit einem Schlage anders, wenn eine Station sich im Lande erhebt.