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Das Ende des kolonialpolitischen Zeitalters : Grundzüge eines wirtschaftsorganischen Genossenschafts-Imperialismus / von Karl Hoffmann
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Kolonialsystern und Merkantilismus

den Verhältnissen des britischen Reiches fällt dreierlei auf. ^Nämlich erstens gibt bei dem Verlangen nach Rohstoffländern nicht die Industrie, sondern der Ernährungsbedarf Englands den tieferen Ausschlag, so daß also ein besonderer Zusammenhang zwischen Industrie und Kolonialwirtschaft überhaupt nicht besteht. Weiterhin wird dieser Bedarf weder für die Industrie, noch für die Ernährung allein durch die Zufuhr aus dem eigenen Reiche gedeckt, sondern ebenso durch die internationale Zufuhr. Dieses Kolonialreich ist vielleicht seinen stofflichen Möglichkeiten nach, doch jedenfalls nicht praktisch ein sich selbst genügendes Rohstoff- gebiet. Und noch viel weniger wird es von sich selber als orga­nische Wirtschaftseinheit erfaßt. Denn es handelt sich schließlich das ist das Entscheidende bei jenem Bedarf immer nur und lediglich um den Bedarf Englands; und selbst soweit er durch die Lieferung aus den Ländern des Empire befriedigt wird, ist diese LieferungImport". Sie unterscheidet sich von der internatio­nalen Zufuhr in nichts und gehört mit zu ihr.

Auch wenn man sich das britische Reich als selbstgenügendes Wirtschaftsgebiet denkt, stellt es keineswegs eine Produktions­einheit mit gemeinsamem Binnenmarkt dar. Denn es fehlt der einheitliche und gemeinsame Zweck. Der Zweck ist nicht das Leben des Ganzen, sondern einzig und allein die Volkswirtschaft Englands, mit ihren Bedürfnissen und ihrem Vorteil. Nur Eng­land und nicht das gesamte britische Reich ist die in Betracht kommende Wirtschaftseinheit, das Mutterland selbst, dem die übrigen Reichsteile als Fremdländer für Rohstofflieferungen und