III
Die Funktionsweisen der Industrie
^n ihrem praktischen Verhalten funktioniert die Industrie mer- ^-^kantil oder wirtschaftsorganisch, je nachdem sie aufgefaßt und bei ihrer Einstellung und Herrichtung genetisch angelegt wird. Auch die Landwirtschaft kann wirtschaftsorganisch oder merkantil funktionieren, je nachdem sie sich auffaßt. Eine Landwirtschaft beispielsweise, die in erster Linie für den Export arbeiten würde und das eigene Volk auf die Einfuhr verweist oder es hungern läßt, faßt sich merkantil auf. Im Verhältnis zum Außenhandel liegt das sicherste und sinnfälligste Kennzeichen dafür, ob eine merkantile oder wirtschaftsorganischeCharakterhaltung da ist. Und da die Industrie zum Tauschsystem von vornherein eine nähere und breitere Fühlung gewinnt, so springt dieses Kennzeichen bei ihr noch mehr in die Augen. Die kritische Frage ist immer die, ob der Handel eines Landes aus seiner Industrie hervorgeht oder ob die Industrie auf dem Handel beruht. Jenes ist das organische und dieses das merkantile Verhältnis.
Wenn die spontane Entwicklung der industriellen Kräfte sodann einen gesteigerten Absatz auf dem Auslandsmarkt mit sich bringt, so tritt dieser Außenhandel als das ein, was er im organischen Verstände seiner Natur nach sein soll: als eine durch volkswirtschaftlichen Energieüberschuß hervorgerufene Außenwirkung, die von innen her kommt. Es versteht sich von selber, daß hierbei die Jnnenwirkung der Industrie dieser Außenwirkung sozusagen vorhergeht und daß die näherliegende und schwerere Bedeutung für ihren Absatz im Binnenmarkt bleibt. Jedoch wenn die Lei-