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Das Ende des kolonialpolitischen Zeitalters : Grundzüge eines wirtschaftsorganischen Genossenschafts-Imperialismus / von Karl Hoffmann
Entstehung
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I

Begriff der Weltwirtschaft

H)ein sachlich ist unter Weltwirtschaft nichts anderes, als inter- ^-nationaler Güteraustausch zu verstehen. Aber es kommt auf die Auffassung an, wie man den internationalen Güteraustausch bewertet. Es bleibt die Frage, ob man ihn ohne jede weitere Begriffsbestimmung als etwas allenthalben Vorhandenes an­sieht und sozusagen gar nicht bewertet, oder ob man ihn erst in einem besonderen Entwicklungsstadium zugibt und anerkennt und dann in ihm eine ausschlaggebende Bedeutung für das Wirt­schaftsleben entdeckt.

Im ersteren Sinne wären es bereits Weltwirtschaftserscheinun­gen gewesen, wenn in früheren Jahrhunderten die Schätze In­diens und der Levante durch die norditalischen Stadtrepubliken nach Europa übermittelt oder von hansischen Geschäftsleuten russische Pelzwaren und skandinavische Fische zum Verkauf nach Brügge gebracht und von dort Waren und Luxusartikel, die aus Italien, Spanien und Indien kamen, und flandrische und bra- bantische Produkte nach dem nördlichen Deutschland und Skan­dinavien ausgeführt wurden. Hier ist Weltwirtschaft einfach internationaler Güteraustausch schlankweg: der zwar auffallende Zustand eines regen Tauschverkehrs zwischen verschiedenen Län­dern, doch immer noch außerhalb jeder prinzipiellen Festlegung seiner qualitativen Wirkung und quantitativen Entfaltung. Es war ein Zustand, wonach in Wechselbeziehung einzelne Länder produzierten, was die anderen verbrauchten. Aber das Innere ihrer materiellen Existenz blieb hiervon unberührt. Sie lebten im Grunde selbständig und unabhängig von diesem Tauschver-