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Das Ende des kolonialpolitischen Zeitalters : Grundzüge eines wirtschaftsorganischen Genossenschafts-Imperialismus / von Karl Hoffmann
Entstehung
Seite
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II

Industrialisierung

^>ie kolonialpolitischen Merkantilsten schreiben der technischen -"^Industrie eine ihr von Natur innewohnende, das Wirtschafts­leben umwälzende Macht zu. Sie glauben, einen ursächlichen Zusammenhang zwischen ihr und dem Tauschsystem feststellen zu können. Gebe man zu, daß eine moderne blühende Volks­wirtschaft ohne blühende Industrie unmöglich sei (was freilich jedermann zugeben wird), so gebe man damit ohne weiteres zweierlei zu: wirtschaftlicher Fortschritt bedeute dasselbe, wie eine fortschreitende Industrialisierung der Wirtschaft, und zugleich dasselbe, wie eine zunehmende Ausdehnung in der Herrschaft des internationalen Güteraustausches, weil beides parallele Vor­gänge sind, die einander entsprechen.

Zweck und Sinn alles volkswirtschaftlichen Wachstums sei eine Steigerung der Kraft; sie komme in der Vermehrung des Nationalvermögens zum Ausdruck. Wenn in dieser Hinsicht anerkanntermaßen die industrielle Produktionsweise besonders leistungsfähig und produktiv sei, so habe das seinen Grund in einer vollkommenen Bewegungsfreiheit und Bedingungslosigkeit ihrer Arbeitsart, die sie von der Landwirtschaft unterscheidet. Der Arbeitsweise der Landwirtschaft bleibe immer ganz das Gegenteil dieser Beweglichkeit eigentümlich. Ihr eigenstes Wesen sei Kultivation der Bodenerzeugnisse (was wegen Klima und Weide auch für die Viehzucht zutrifft), und sie bleibe somit stets an den Boden gebunden und durch ihn gefesselt, während die Industrie durch ihre Technik von dieser Bedingtheit durch den Boden frei und unabhängig gemacht werde. Es komme bei ihr