III. Abschnitt.
Die innere Entwicklung der Kolonialpolitik Deutschlands und der fremden Nationen.
1. Auf der aktiven Seite der kolonisierenden Faktoren: Kolonisation durch privilegierte Privatunternehmungen und durch den Staat.
Literatur: von Stengel, Die deutschen Kolonialgesellschaften in Sclumollers Jahrbuch, Bd. XII. — Derselbe, in Hirths Annalen, 1895, und Rechtsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete, 1901 (s. Lit. zu Abschn. IV, 1). — Veit Simon, in der Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht, Bd. 34. — v. Ring, Deutsche Kolonialgesellschaften, 1888. — Lehmann, Kolonialgesell- schaftsrecht in Vergangenheit und Gegenwart, 1896. — A. Zimmermann, Kolonialgeschichtliche Studien, 1895 (s. auch bei Abschn. II, 1). — Derselbe, Weltpolitisches (Die englischen Charter-Gesellschaften), 1902. — Derselbe, Kolonialpolitik (s. bei Abschn. I), Kap. IV. — Decharme, Compagnies et societes coloniales allemandes, 1903. — S a a 1 f e 1 d , Geschichte des holländischen Kolonialwesen in Ostindien, 2 Bde., 1813. — KlerkdeReus, Geschichtlicher Überblick der administrativen, rechtlichen und finanziellen Entwicklung der Niederländisch-Ostindischen Compagnie, Batavia und Haag 1894 (aus Verhandelingen van het Bataviaasch Genootschap van Künsten en Wetenschappen, Deel XLVII. 3e Stuck). — Riess, History of the English Factory at Hirädo (1613—1622). With an Introductory chapter 011 the origin of english enterprise in the far east. (Transaction of the Asiatic Society of Japan, vol. XXVI, Yokohama 1898.) — Chailley-Bert, Les compagnies de colonisation sous l'ancien regime, 1898. — M a rt e 1, Etudes partiques sur les colonies anciennes et modernes et sur leurs grandes compagnies commercielles, 1898. — Auch die allgemeinen Bearbeitungen der Kolonialpolitik (vgl. die Literatur zu Abschn. I) haben sowohl in früheren Jahrhunderten als in neuerer Zeit die Frage der Kolonialgesellschaften als eins der für alle Kolonialnationen wichtigsten Probleme regelmäßig behandelt.
Die Entwicklung in den deutschen Kolonien. Wir haben bereits oben (Abschn. II, 2) gesehen, daß der Eintritt des Deutschen Reiches in die aktive Kolonialpolitik zunächst nur mit großer Zurückhaltung geschah, und daß Fürst Bismarck aus Erwägungen so-