Samoa.
Die Samoa-Gruvpe besteht aus vier größeren und einer Anzahl kleinerer Inseln, deren Umfang und Bewohnerzahl sich wie folgt stellen: Sawaii 1691 mkm mit 13000 Einwohnern
Upolu 868 „ „ 17500
Manono 8,5 „ „ 800 „
Apolina 4,7 „ _ „ 300
Deutsch Samoa 2572 H^lvin 31600 Einwohnern
Tutuila 135 ^Kni Tau 42 „ Ofu 23 „ Olosenga 15 „ Nosa ' 1,5 „
Amer. Samoa 216,5 „ 4000
Total 2788,5 ^Km und 35600 Einwohner,
worunter 2500 Fremde, nämlich ca. 350 Weiße, der Nest Mischlinge und melcmesische Arbeiter auf den Pflanzungen sind.
Vom Meere aus gesehen, gewähren die Inseln einen überaus reizenden Anblick; ganz verschieden von Tonga, sind sie — mit Ausnahme des kleinen, im äußersten Osten gelegenen Korallenatolls Rosa — bergig, auf Sawaii bis 1646 m hoch und vulkanischen Ursprungs, wie es die noch erhaltenen Krater und die Gesteine: Lava, Tuffe und Basalt erweisen. Thätige Vulkane existieren auf der Gruppe heute nicht mehr, dagegen finden sich noch heiße Quellen, und Erdbeben sind häufig, wenn auch nicht gefährlich. Noch im Jahre 1866 fand zwei Seemeilen von Olosenga ein submariner Ausbruch mit einem Aschenregen statt, der sich bis zu einer Höhe von 900 m über die See erhob. Mit Ausnahme derjenigen Stellen, wo die Lava noch nicht verwittert ist, ist der Boden von großer Fruchtbarkeit, und die Inseln gehören zu den schönsten und reichsten der Südsee überhaupt und sind durch ihre Lage auch für den Handelsverkehr besonders geeignet. Überall ist die Bewässerung reichlich, und aus den Bergen fließen eine Menge kleiner Bäche, zahlreiche prächtige Wasserfälle bildend, zu den Küsten herab; auf Sawaii freilich absorbiert der poröse Tuffstein höher gelegener Gebiete die Niederschläge teilweise dergestalt, daß sie als unterirdische Flüsse durch verborgene Höhlen des
Schnnz, Australien und die Tiidsce, 14