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Kamerun : Reise in die Hinterlande der Kolonie / von Bernhard Schwarz
Entstehung
Seite
328
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V.

Der WücKZug cruf dem Mungo.

as äußerste Ziel unserer Afrikafahrt, der Kalabar, an dessen Ufern wir, wenn möglich, mit dem vom Quellgebiet des Binue heranschreitenden Flegel zusammenzutreffen den Auf­trag gehabt hatten, war nicht zu erreichen gewesen. Aber dem ersten und wichtigsten Zwecke des ganzen Unternehmens, der thuulichst eingehenden Durchforschung des Inneren von Kamerun, konnte ich trotz alledem noch immer etwas dienen, indem ich einen anderen Weg zur Rückkehr einschlug. Deßhalb ließ ich denn auch meine kleine Armee dort, wo vor Kimendi die Straße sich theilt, von der Route nach Kumba links abschwenken, was uns ja unzweifelhaft dem Mungo zuführen mußte.

Der Weg war gleichfalls recht gut betreten, woraus erhellte, daß er ebenfalls eine große Handelsstraße darstellt. In der That begegneten uns auch hier wieder zahlreiche Eingeborene, die in einem Korbgeslecht mit Oel gefüllte Kürbißkalabassen auf dem Kopfe transvortirten. Da das Terrain sich indeß rasch absenkte, trat an die Stelle des kühleren, schattigen Laubwaldes bald schon wieder mehr das dunstige, ungeschützte Schilfdickicht. Auch machten uns die Wassermengen zu schaffen, die in so früher Morgenstunde noch als Thau auf Zweigen und Blättern lagen.

Natürlich kamen wir, als wir uns in dem dichten Forste allmüh-