Druckschrift 
Kamerun : Reise in die Hinterlande der Kolonie / von Bernhard Schwarz
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

III.

Kamerun -"Actnorctmcr.

auch nur mit der Feder und in flüchtigen Um- gezeichnetes Bild von Kamerun, wie wir es im Nachstehenden dem Leser geben möchten, ehe wir ihn in das -Innere des Landes hineinführen, ist gewiß nichts Unnützes, da Kamerun, von der Natur unverkennbar zu einer bedeutsamen Pforte von Jnnerafrika und von unserer Reichsregierung zum Sitz der Centralverwaltung unserer gesammten Besitzungen an der tropischen Westküste bestimmt, trotz der übrigens nur relativen Ungunst seines Klimas und sonstiger Schwierigkeiten der Verhält­nisse, und trotz des darauf basirten, nichts desto weniger aber gleichwohl recht kurzsichtigen und parteibefangenen Urtheils der politischen oder richtiger unpolitischen Gegner unserer colonialen Sache, doch ohne allen Zweifel noch eine große Rolle zu spielen berufen ist, ganz ähnlich wie dies dem einst ja auch so übclberüch- tigten Ostindien oder auch Java beschieden war.

Unser Griffel muß sich zu oben genanntem Versuche aber um so mehr getrieben fühlen, als man, ungeachtet aller vorhan­denen Karten und Schilderungen, doch noch immer in weiten Kreisen den unrichtigsten Vorstellungen gerade bezüglich des rein Aeußerlichen, des Topographischen begegnet. Da suchen die Einen die wichtige Ansiedlnng direct am Fuße des gewaltigen Piks, der