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II.
Won Guropct bis Kamerun.
ürden Sie geneigt sein, an einer Expedition zur Erfor- )nng der Hinterlande von Kamerun theilzunehmen?" — diese wenigen und doch so inhaltsschweren Worte, von hoher Stelle an mich gerichtet, trafen mich, wer vermöchte es nicht zn begreifen, in den Frühlingstagen des Jahres 1885 wie ein Blitz aus heiterer Höhe. Zwar war ich kein Neuling im Reisen, souderu hatte in einer langen Reihe von Jahren Europa von Spanien bis zum Bosporus und von Trondheim bis Malta durchstreift, ja selbst Nordafrika bis zu den Oasen der algerischen Sahara kennen gelernt. Jetzt aber galt es, aus dem stillen Berufe, der bescheidenen Provinzialstadt, dem trauten Familienkreise nicht nur für Wochen und Monate, sondern für ganz unbestimmte Zeit hinauszuziehen, und das Ziel ein Gebiet, dessen tückisches Klima schon so manchem kühneu Eindringling den Tod gebracht hatte. Da fehlte es nun freilich nicht an Einwendungen und Thränen seitens lieber Verwandter und Freunde, und, um ganz ehrlich zu sein, auch an leise warnenden Stimmen im eigenen Innern nicht. Aber rief denn nicht das Vaterland, rief nicht die große coloniale Sache? Darum trug deuu auch die Post nach kurzer Ueberlcguug schou mein bestimmtes und freudiges „Ja" gen Berlin.