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Kamerun : Reise in die Hinterlande der Kolonie / von Bernhard Schwarz
Entstehung
Seite
107
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IV.

Ins Innere.

Von Kamerun bis auf die Flanken des Piks.

ar ein Heller Morgen, als wir, der Kalender zeigte den November, zum Deck unseres Engländers, der nicht nal eine Strickleiter besaß, emporturnten. Mehrere der rasch erworbenen Freunde kamen noch herbeigerudert, uns die Hand zu drücken, und als wir dann den von Frühnebeln rauchen­den Strom hinabdampften, wehten uns auch zahlreiche deutsche Flaggen von den Hulks herab und vom Lande her einen Abschieds­gruß zu. Das machte Muth zum schweren Werke. Das Bater­land selbst schien uns mit den im Winde wallenden Fahnen seinen Segen mit auf den Weg zu geben.

Nach wenig Stunden schon nahm uns das offene Meer auf. Jedoch nicht lange sollte es bei dem Blick über die eintönige Wasserfläche bewendet bleiben. Links taucht wie ein Kopf aus Gazewolken die dunkle Kuppel von Fernando Po aus den Nebeln auf, rechts aber werden die zwar niedrigen, indeß vielgestaltigen, vom üppigsten Grün übergossenen Bcrgreihen von Bimbia sicht­bar, hinter welchen, wie ein Vater hinter einer halbwüchsigen Knabenschaar, der immer höher emporwachsende Kamerunpik in noch halb verschwommenen Umrissen aufragt. Wer hätte da in