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Was soll nach dem Kriege aus den zwei Millionen unserer deutschen Brüder in Russland werden? / Eine Denkschrift von Carl Cesar Eiffe
Entstehung
Seite
71
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Schluß.

Gelingt es uns, durch den jetzigen Krieg die baltischen Pro­vinzen mit dem nötigen Hinterland und der Landbrücke nach Preu­ßen zu geroinnen und für alle Zeiten dem Deutschtum zu sichern, so ist ein preis errungen, wert des ungeheuren Blutopfers, das unser Volk jetzt bringen muß. Dann können wir mit Recht sagen, daß jene verruchten Staatsmänner, die den fürchterlichsten aller Rriege über unser friedliches, arbeitsames Volk heraufbeschworen haben, doch nurein Teil jener Araft" waren,die stets das Böse will und stets das Gute schafft".

Denn wie der Krieg uns auf vielen Gebieten des inneren Lebens reichen Segen gebracht hat, wie er nach unsrer zuversicht­lichen Erwartung im Westen uns langentfremdetes deutsches Land wiederverschaffen wird, so soll er uns im (Osten zu dem großen Siedlungsland verhelfen, dessen unser stark wachsendes Volk drin­gend bedarf. Dann wird in den baltischen Landen, an den Stätten uralter deutscher Rultur, von der noch vieles im Lande zcngt, ein neues deutsches Leben erwachsen. Die zwei Millionen deutschen Kolonisten werden aus Rußland, wo man ihre harte, ehrliche Kulturarbeit nur mit Undank und Bedrückung gelohnt hat, hierher ziehen, um unter dem sicheren Schutze des deutschen Adlers den Ertrag ihrer Arbeit ungestört zu genießen; und zu ihnen werden aus ollen Gauen Deutschlands sich Ansiedler gesellen, die der echt deutsche Trieb nach Selbständigkeit und nach der eigenen Scholle anlockt. Hier in fester Verbindung mit ihrem vaterlande werden sie nicht, wie die über See gezogenen Deutschen, dem Deutschtum verloren gehen. So wird sich das schöne baltische Land mit einer unübersehbaren Reihe von Bauernhöfen uud Dörfern füllen, die von vielköpfigen gesunden Familien bewohnt sind. Ihre Arbeit wird das Land noch reicher und fruchtbarer machen uud die Er­nährung Deutschlands sichern, ihre Zahl und Tapferkeit wird nnsre östlichen Grenzen besser schützen als bisher möglich war, ihr zahl­reicher Nachwuchs wird auch den altdeutschen Gegenden stets neue Rraft zuführen.

Die alten hansischen Städte werden unter dem zunehmenden Handel und Verkehr neu aufblühen und die Ostsee wird wieder fast ganz ein germanisches Rleer werden.

Erzwingt unser Volk durch tapferes Durchhalten in diesem