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eine Gesetzesvorlage wurde bereits der Duma vorgelegt, deren Annahme den Gemeindebesitz der transkaukasischen Schwabenkolo- nien aufteilen, diese selbst, als deutsche Siedelungen vernichten wird,
wir haben setzt tapfere, tüchtige Volksgenossen, von denen wir vorher nichts oder fast nichts wußten, kennen gelernt. wir werden, trotz der Not am eigenen Herd und im eigenen Land, nicht mehr gleichgültig bleiben gegen das Schicksal dieser Volkssplitter und nicht müde werden, die Aunde von dem Erfahrenen zu verbreitem
wie auch die Würfel fallen, die Kolonisten im europäischen Rußland können nur durch Umsiedelung Deutsche bleiben. Die Schwaben im Raukasus aber könnten eine große Aufgabe erfüllen und ihrem volkstum dort erhalten bleiben, wenn dies Land einer Entwickelung entgegengeführt würde, wie es der weitsichtige deutschenfreundliche Großfürst Michael Rikolajewitsch vor 5V Iahren anstrebte, als er als Statthalter deutschen Unternehmungsgeist im Kaukasus zu fördern eifrig bestrebt war: einer Entwickelung unter einer Regierung, bei der deutscher Einfluß zur Geltung kommen kann. .
Vorüber aber ssnd wir uns klar, daß wir keinen deutschen Stammesgenossen mehr gegen feinen Villen einer Negierung lassen dürfen, die heute, zehn ?ahre später, der deutschen Treue während der Revolution damit dankt, daß sie alles was deutsch ist, in Rußland für vogelfrei und reif zum Abschuß erklärt.
wir haben die Balten, die wolhynischen und die Wolgakolonisten wie die Schwaben Transkaukasiens kennen gelernt. Ich konnte sie ausführlicher schildern, weil ich sie aufgesucht und in ihrer Eigenart liebgewonnen habe. Aber außer ihnen , lebt noch eine halbe Million Deutscher in der Ukraine, Hunderttausende in Russisch-Volen, in Lessarabien und in vielen anderen Teilen des großen russischen Reiches bis nach Westsibirien. Sie alle haben ihre besondere Eigenart, sie alle aber sind bis ins innerste Mark deutsch. Keinen Mann von diesen insgesamt zwei Millionen bodenständigen Deutschen dürfen wir verlieren!