Der Krieg hat Rußlands Macht bewiesen. <Lr hat seine staunenswerte Lrstarkung seit dem russisch-japanischen Krieg lL«ZH/<Z5 gezeigt. Wenn eine Reihe von Iahren hindurch diese Lrstarkung durch bessere Organisation, durch fortschreitende Volksbildung, durch weitere Russifizierung und vor allein durch die Agrar-Reform zunimmt, so erdrückt Rußlands Macht in einigen Jahrzehnten uns und ganz West-<Luropa.
Dieser Krieg muß darum zu einem <Lnde geführt werden, das erstens der Lrstarkung Rußlands vorbeugt, zweitens uns wesentlich kräftigt.
Das erstere ist möglich durch Toslösung der Landesteile von Rußland, in denen in der Hauptsache seine fremdstämmigen Untertanen die bodenständige Mehrzahl bilden, also Finnlands, der Gstseeprovinzen, Ostens und der Ukraine.*) Das Zweite bedingt für uns Schaffung besserer Grenzen und Gebietserweiterung — vor allem durch Angliederung der baltischen Gstseeprovinzen und angrenzenden Gebiete — und Besiedelung dieser Gebiete mit deutschen Bauern.
Rußlands Stärke besteht in der Beherrschung und Ausnutzung seiner Fremdvölker. Diese machen über 50 Prozent seiner Gesamtbevölkerung aus. Gelingt es uns jetzt, Rußland militärisch zu besiegen, so muß die politische Folge des Sieges die Loslösung seiner Fremdvölker vom moskowitischen Joch und damit zugleich Rußlands Rückdrängung nach dem Osten sein. Durch diese bedeutende Schwächung Rußlands kann dann die Russengefahr in der Hauptsache beseitigt werden. Wird diese Folge nicht erreicht, so wird die baldige Wiedererstarkung Rußlands ganz West-<Luropa bedrohen. Unsere jetzigen ungeheuren Blutopfer werden umsonst gebracht sein.
*) Sie umfaßt 630 000 Quadratkilometer (Deutschland 5P5 000 «yuadratkilo- meter) mit 33 Millionen Ukrainern. ^Zn den wichtigsten Gouvernements Ivolhynien, podolien, Riew, iLherson, Taurien usw. wohnen an 500 000 Deutsche.