vas palatium der dremiscben Lrzbiscböfe in der Stadt Dremen
von C. Ehrhardt
er Geschichtsschreiber t^ldam von Bremen, der um das ^ahr I0b8, zur Zeit des Lrzbischoks Adalbert, sein 5lmt als Vorsteher der mit dem Dom verbundenen Missionsschule antrat, berichtet uns in seiner (Zeschichte der hamburgischen Kirche von der Tätigkeit der bremischen Crzbischöfe auf baulichem Gebiete. Cr gibt uns Kunde von der Befestigung der jungen Stadt und dem Vau der ersten Gotteshäuser, des Domes und der St. Veitskirche. Eingehend schildert er auch das Leben und treiben am Doie des prachtliebenden Adalbert, über die 5rage aber, wo Adalbert t?ok gehalten hat, wo zu seiner Zeit die bremischen Lrzbischöke gewohnt haben, gibt er uns Keine Auskunft. Ls bleibt uns daher nur übrig anzunehmen, daß seit der (Zründung des Domes, wahrscheinlich bis in das zwölfte Jahrhundert hinein, das Kloster am Dom auch den Bischöfen als Wohnung gedient hat. Lin besonderer erzbischöflicher f)of wird zum ersten (Dale in der Distoria 5lrchiepiscoporum Bremensium erwähnt. In der letzten fzälfte des dreizehnten Jahrhunderts, (das Jahr wird nicht genannt, Buchenau in seinem Werke über die freie Hansestadt Bremen und ihr (Zebiet nennt das ^sahr 1275) als (Ziselbert auf dem erzbischöklichen Stuhl satz, schritt ein fzauke von bewaffneten Bürgern aus geringfügigem Hnlatz zu einer (Zewalttat. Einer der Dienstmannen des Lrzbischoks hatte in der Stadt einen Goldschmied verwundet und suchte nun vor seinen Verfolgern Schutz im erzbischöflichen l?ofs. Obschon der Lrzbischof Genugtuung anbot, brachen die Bürger in den Palast ein, brauchten Gewalt, als sie Widerstand fanden, raubten die Kleinodien des Crzbischofs und legten 5euer an, so daß das ganze Daus ausbrannte. Darauf hat Giselbert wahrscheinlich an derselben Stelle, wo^ sein Daus in krümmer gesunken war, einen neuen Palast (Buchenau nennt das ^ahr 1286) erbauen lassen. Die fzistoria 5irchiepiscoporum berichtet hierüber „Item, pulchram domum lapideam in civitate Bremens» - edikicavit".
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