Teil eines Werkes 
Erster Theil (1830) Einleitung. Verfassungsgeschichte
Entstehung
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332 Rechtsgesch. I. Abschn. Bis zur Damml. v. 1303 iuol.

sobald der Gläubiger es verlangen würde. Wenn nun der Schuldner sein Recht nicht geltend machen, und selbst gegen den klagenden Gläubiger seiner Pflicht nicht genügen sollte, so würde, bestimmt das Gesetz, die Rente eine ewige. Diese Erklärung findet auch in einer gleichzeitigen Urkunde genügende Unterstützung. In einer Handfeste von 1301 heißt es nämlich:Damen intervenit coiiclitio, gnocl clioti vemUtore» äietos relläitus roemero poterunt in nno prsellxorum terminorum, guunlloeunguo volueruut pro memorutu pccuniu intrs clietoa gustuor urmos, clum- moclo llietia provi8oribus 6omu8 iioopitum vel uliio, gui pro tempore luerint (emptoridos) prellixeriut ucl sex meimes. Illem orit oi provisores ojuollem äom»8 pro- tsetum psouuiam eluxerint ropeteuclsm, et tum preluoti vouäitores prekato» reclclitus in pre«eripti8 gnatuor uimia non rsemerint ex tune in unten perpetuvs ernnt census."^^)

Z. 9.

^ Fragt man nun, was aus diesem Gesetze für die gesetzliche Kündigungsbesugniß der Partheyen beym Rentenkause folge, so scheint zunächst unverkennbar, daß der Gläubiger dieselbe nicht gehabt habe. Hier hat er sie verabredet, in der bestimmten Zeit geltend gemacht, und dennoch wird der Zins ein ewiger. Hatte er schon gesetzlich jenes Recht gehabt, so würde das Resultat des Gesetzes sich nur dann erklären lassen, wenn in jener Verabredung

45) Urk. bky Cassel Lremens. II. x. 66; ebenso Urk. von 1333 ebendas. S. 99. A. M. Gildemeister Zwo Abhandlungen aus dem Handf. und Pfandrechte von Bremen (1794) S. 24

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