Heft 
(2007) Bd. 4. [Bremerhaven]
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Kirsch - Die Restaurierung der Osterholzer Friedhofskapelle

Rolf Kirsch

Die Restaurierung der Osterholzer Friedhofskapelle

Im Frühjahr 2006 konnte die 2003 begonnene Restaurierung des Inneren der Hauptkapelle auf dem Osterholzer Friedhof in Bremen abge­schlossen werden, die im Rahmen einer umfas­senden baulichen Instandsetzung der Kapelle stattfand.

Der Osterholzer Friedhof war 1910-20 nach Plänen von Paul Freye (Gartenanlage) und Franz Seeck (Architekturen) in einer wie­derbelebten streng formalen Gestaltung ent­standen, wie sie in Uberwindung des lange dominierenden Landschaftsgartens den gar­tenarchitektonisch aktuellen Tendenzen ihrer Entstehungszeit entsprach. Der Entwurf wur­de richtungweisend für die deutsche Friedhofs­

gestaltung des frühen 20. Jahrhunderts und stell­te nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg und dem Münchner Waldfriedhof eine wich­tige Etappe in der Entwicklungsgeschichte der deutschen Friedhofskunst dar. Aufgrund sei­ner besonderen künstlerischen Qualitäten, so­wohl im Bereich der Gartengestaltung wie der Architektur, wurde der Osterholzer Friedhof 1981 unter Denkmalschutz gestellt.

Paul Freye (1869-1958) und Franz Seeck, beide damals in Berlin beheimatet, hatten mit ihrem gemeinsamen Entwurf 1910 den zwei­ten Preis bei einem 1909 reichsweit ausgeschrie­benen Wettbewerb gewonnen, zu dem 96 Bei­träge eingegangen waren. Die Träger des ersten

Friedhof Osterholz, Hauptkapelle (2005)

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