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Verkehr und Handel.
gegen 2410 im Vorjahre auf der Zentralbahn befördert. Die Bedeutung dieser Zunahme von 776 Tonnen recht zu würdigen, muß man bedenken, daß sie nach alter Rechnung der Leistung von beinahe 24 000 Trägern entsprechen würde.
II. Der Wafserver?ehr.
Da der Wasserverkehr innerhalb des Schutzgebietes keine Rolle spielt und da die großen Seen wie eine Art von Meeresgrenze betrachtet werden können, so ist das Bild, das uns der Güterverkehr an den-Küsten der Kolonie vermittelt, ein ziemlich einheitliches hinsichtlich der Art der Güterbewegung. Ein wesentlicher Unterschied gegenüber den in unsern andern Schutzgebieten herrschenden Verhältnissen besteht insofern, als in Deutsch-Ostafrika auch die von Nichteuropäern betriebene Küstenschiffahrt eine bemerkenswerte Rolle im Handel spielt.
Richten wir unser Augenmerk zunächst auf den Verkehr am Indischen Ozean. Da in der vom Reichskolonialamt mitgeteilten Statistik für das gesamte Schutzgebiet die in zwei oder mehr Häfen desselben einlaufenden Fahrzeuge auch zwei oder mehrmals gezählt sind, so soll hier nur der Schiffsverkehr der wichtigsten Häfen selbst berücksichtigt werden.
Von Interesse ist die außerordentlich geringe Bedeutung, welche dem alten Haupteingangspunkt in das Schutzgebiet, Bagamojo, neben den beiden jetzigen Haupthäfen zukommt. Von der Gesamttonnage aller Häfen des Schutzgebietes entfielen 1907 auf die genannte Reede noch 15—16^, im Jahre 1908 nur noch 13"/>. Auch in dieser Zahl spricht sich ziemlich deutlich der Übergang des Handels auf andere Stellen aus.
Rechnet man die Gouvernementsdampfer mit in den Verkehr ein, so haben 1908 nicht weniger als 5 Häfen einen Schiffseingang von mehr als 100 000 Registertonnen zu ver-