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Die Bevölkerung.
Die Bevölkerung.
Ostafrika ist von alter Zeit her ein Gebiet großer Völkerverschiebungen gewesen. Nicht einmal die Hauptfamilie seiner heutigen Bewohner die Bantuvölker, sind zu einer und derselben Zeit in ihre jetzigen Wohnsitze gelangt, sondern nach Weule in zwei verschiedenen Völkerwogen, welche die kleinen, vielleicht den südafrikanischen Urbewohnern nahestehende erste Bevölkerungsschicht vernichteten, beziehungsweise verdrängten. Von Norden drangen viel später hamitische Völker, die Wa- huma, und zuletzt das räuberische Hirtenvolk der Massai in das heutige Schutzgebiet ein, von Süden wurden die daselbst ansässigen Bantu noch in allerneuster Zeit durch den südafrikanischen Sulu nahestehende Stämme überflutet.
Zu diesen ursprünglichen, in den Wanderungen wenig kultivierter Völker und Stämme beruhenden Einflüssen gesellten sich nun in Ostafrika mannigfache von fern her kommende Einwirkungen, die wohl schon in sehr früher Zeit, von Südasien ausgehend, vorhanden sein mochten, die aber erst in geschichtlicher Zeit dem Küstenlande einen eigenen Charakter aufgedrückt haben. Im Beginn unserer Zeitrechnung beginnt wohl der arabische Handelsverkehr auch in diesen Gewässern; erst viel später, gegen das Jahr 1000, beginnt auch persischer Einfluß sich geltend zu machen. Mit dem Zeitalter der großen Entdeckungen beginnt dann endlich die europäische Beeinflussung, die sich indessen in d.er zeitweilige Herrschaft der Portugiesen beschränkte und erneut der Macht südarabischer Völker unterlag. Diese, die Omanaraber, bilden noch heut einen wichtigen Bestandteil der fremden Bevölkerung, zu der sich weiterhin noch die Inder gesellen.
Unter all den besonders mit dem Araberhandel im Innern zusammenhängenden Bestrebungen bildete sich endlich an der Küste eine Sonderbevölkerung heraus, die sich fortdauernd