Malaria.
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Eine ähnliche pathologische Bedeutung scheint nun auch
l>) die Polychroinatophilie gewisser roter Blutkörper bei Malaria • uir ■ 5 und einer Anzahl anderer erschöpfender Krankheiten zu haben. )iG Die betr. roten Blutkörper erhalten bei Romano wsky Färbung statt j 9 f>' des rosa Farbentons einen graubläulichen, Taf. XI Fig. 40.
Nach Schmidt ist dieselbe bereits vor dem Auftreten der basophilen Körner zu sehen.
Jawein faßt, wie Schmidt, die basophilen Körnchen und die ^Polychromatophilie •i9f> der roten Blutkörper als Regenerationserscheinung des Blutes auf, da das Knochenmark
mi 9 eine erhöhte Produktion von jungen, noch unfertigen roten Blutkörpern bewirkte, welche
cum i nunmehr in die Cirkulation gelangen. Er gibt au, direkt den Übergang von Kernen der
)Jot * roten Blutkörper in basophile Körnchen gesehen zu haben. Ebenso soll auch die poly-
Tifo chromatophile Substanz aller Wahrscheinlichkeit nach entstehen durch Auflösung eines
rnT Teiles der Kernsubstanz im Plasma der roten Blutzellen.
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B. Pigmentbildung (Melanose).
Das gewöhnliche Pigment oderMelanin wird, wie wir sahen, durch ob den Malariaparasiten gebildet auf Kosten des infizierten Blutölt kürpers. Die Bildung dieses Stoffes ist eines der charakteristischstenZeichen der
oft j Malaria.
i Das Melauin ist bekanntlich je nach der Parasitenart, und, je nachdem es sich
im um Sehizonten oder Gameten handelt, verschieden in der Farbe, wechselnd von
oa |1 Schwarz bis Rotbraun, z. T. mit einem Stich ins Grünliche. Die Entwicklung des
irH Pigments nimmt zu mit der Entwicklung der Parasiten, und besonders die Ga-
rni nieten sind durch Melaninreichtum ausgezeichnet. Die Verteilung des Melanin im
■/I | Körper ist daher auch an die Verteilung der Parasiten gebunden, besonders der
i : j ’ Sporulationskörper und der Gameten und damit hauptsächlich an die inneren Organe.
Außer dem Melanin, findet man in Fällen von akutem Blutzerfall (z. B. Schwarz- ■ ir Wasserfieber, paroxysmaler Hämoglobinurie etc.) in Milz und Leber ein ockergelbes
xd bzw. auch dunkleres äußerst feines Pigment, das Hämosiderin. Demselben
ad begegnet man im Gegensatz zum Melanin auch in den Leberzellen selber, zu-
w . weilen in großer Menge. Es verdankt sei ab Entstehung der Umwandlung des von i ( l Parasiten nicht aufgezehrten und nicht zu Melanin umgewandelten Hämoglobins, ni ng insbesondere aber auch des aufgelösten Hämoglobins der gar nicht infiziertgewesenen dt roten Blutkörper. Über die chemischen Unterschiede gegenüber dem Melanin vgl. A ^ Abschnitt: Patholog. Anatomie S. 3S6 u. f.
C. Phagocytose.
Das Melanin wird aufgenommen von den sogenannten Phagocyten. Man ver- ^ | steht bekanntlich nach dem Vorgänge Metsciinikoffs unter Phagocyten solche Zellen, welche imstande sind, Substanzen belebter und unbelebter Art, die dem Organismus schädlich sind, aufzufressen. Als solche Phagocyten wirken im peripheren Malariablute besonders die großen mönonukleären Leukocyffen mit nicht oder wenig granuliertem Plasmaleibe, Taf. XI Fig. 44 u. 43, weniger die polymorphkernigen Leukocyten, Taf. XI Fig. 45.
ln kleinen Lymphocyten sah man Pigment nur äußerst selten, V. noch nie, ebenso noch nicht in eosinophilen Leukocyten, Taf. XI Fig. 42 u. 46.
In den inneren Organen können die Endothelzellen der Gefäße pliagocytär Avirken, vor allem die Endothelien in der Leber, die Kui’FFEit’schen Zellen und die Zellen der Milzpulpa, Aveniger des Knochenmarks.
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