Malaria.
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e) To 1 u i d i n bl auf ä r b u u g (Plasencia). Färbung der fixierten Präparate in
loailf Mischung von 80 g gesättigter wäßriger Lösung von Toluidinblau in
60 g l°/ 0 iger wäßriger Eosinlösung, 50 Sekunden Färbedauer.
Plasencia rühmt diese Färbung vor allen anderen wegen ihrer Schnelligkeit und mal;! klaren Resultate.
Eine andere Vorschrift ist: man verdünnt eine gesättigte alkoholische Toluidin- luald blaulösung mit 20 Teilen einer Lösung von Acidum carbolicum 1 auf 80. Färbung C 01 10 Minuten, keine Überfärbung. Zu empfehlen speziell für Filarien.
f) Carbol - Thio nin. Thionin 1,5 g.
Alkohol 10 ccm und Acidum carbolicum (1 : 20)
bi9w werden durch Zusatz von Wasser auf 100 ccm gebracht. Zur Färbung verdünnt man
■)ib die Stammlösung mit 3—4 Teilen Wasser. Färbedauer ca. 5—10 Minuten, färbt auch
1 .V9 ev. Bakterien mit. Daniels empfiehlt es besonders zur Färbung von Parasiten in Geweben GhT) | (färbt sehr gut auch speziell Filarien).
Zum Studium der feineren Plasmastruktur beizt man nach Schaudinn die Präparate ■' Eid bis ev. 24 Stunden, je nach dem Präparat, und färbt ev. bis zu 24 Stunden mit Heidenhain’s eafii Eisenhämatoxylin.
Um bei spärliche in Blutbefunde auf möglichst kleinem Raume -"m möglichst viel Blut untersuchen zu können, ist das Verfahren von Ross empfehlenswert.
Roos macht dick ausgestrichene Blutpräparate nur lufttrocken und zieht das Häuern moglobin in 15 Minuten mittels wäßriger Eosinlösung aus den roten Blutkörpern. Bei hii'T Färbung mit schwacher Methylenblaulösung können dann die Parasiten erkannt werden, hum auch wenn die Blutkörperchen in 3—4facher Schicht Übereinanderliegen.
Rüge fixiert, um nicht durch das Abspülen der Farblösung die ganze Blutschicht 9 jjx zu entfernen, dick ausgestrichene Blutpräparatein 2 °/o iger wäßriger Formalinlösung, der —v 1 V 2 —1% Essigsäure zugesetzt ist. Bei dem nachlierigen Abspülen und Färben mit ver
gab diinnter Boraxmethylenblaulösung bleibt die Blutschicht erhalten.
Zum Studium der feineren Struktur und zur Kontrastfärbung der Blutparasiten >nia ; sind eine ungeheure Menge der verschiedensten Färbemethoden empfohlen worden, iioy von denen bei weitem die wichtigste geworden ist die sog.
b) Romanowsky’sche Färbung (nach Ziemann, Nocht, Giemsa).
RomaxowsivY brachte die in Alkoholäther oder durch Erhitzung fixierten iaü Präparate in eine Mischung von einem Teile konzentrierter wäßriger Mqthylenblau- f^öl lüsung und zwei Teilen 1 % iger wäßriger Eosinlösung. Derselbe nahm an, daß eine Ifib dritte neutrale Farbe entstände, zu welcher das Chromatin der Hämosporidien die ötl größte Affinität zeigt. Bei jedem Ro.maxowsky -Präparat färben sich die toi i- roten Blutkörper rosa, die Plasmaleiber der Schizonten blau, der sw ’ weiblichen Gameten dunkler blau, der männlichen Gameten blaß- ;ld ' bläulich, das Chromatin karmin. Die Plasmaleiber der Lymplio- , cyten sind dunkelblau, der großen Lymphocyten blaß blau, der ' großen mononukleären Leukocyten blaß blaugrau, der neutro- dq ] philen Zellen blaßrosa, die Granulationen der eosinophilen Zellen ca L eosinfarben. Die Kerne der Leukocyten sind rötlichviolett. Am ob Ir dunkelsten sind die Kerne der Lymphocyten gefärbt. Die Blut- Iq 4 ;. plättchen erscheinen karmin, zuweilen umgeben von einem Icf I blassen blauen Hofe.
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j Leider waren die Resultate, die Romanowsky an der Hand von 6 Fällen von
sT ä . Tertiana 1891 veröffentlichte, so unzuverlässig, die Präparate so häufig mit Nieder-