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Die deutsche Kolonialpolitik vor dem Gerichtshof der Welt : eine deutsche Antwort von Kolonialpolitikern und Missionaren
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Richtigstellungen.

i.

Dagegen, dass in englischen Propagandaschriften, die den Zweck haben, für Raub der deutschen Kolonien Stimmung zu machen, Ausführungen von mir, die ich vor Jahren im Reichstag gemacht habe, als Beweis dafür angeführt werden, einer deutschen Verwaltung dürften tropische Gebiete aus Rücksicht auf das Schicksal der Ein­geborenen nicht wieder anvertraut werden-, lege ich ener­gisch Verwahrung ein. Von derselben Reichstagstribüne, von der ich öfter Zustände in den deutschen Schutzgebieten scharf kritisiert habe, setze ich mich ebenso energisch dafür ein, dass die deutschen Kolonien beim Friedensschluss unbedingt an Deutschland zurückgegeben werden müssen, nicht zum Zwecke der Förderung kapitalistischer Profite, sondern weil die Rücksichtnahme auf die Interessen der deutschen Arbeiterschaft es gebietet.

Es liegt kein Anlass dazu vor, beschönigen zu wollen, dass in den Anfängen der deutschen Kolonialpolitik mancherlei gesündigt worden ist. Solche Fehler und Mängel sind im Reichstage von Wortführern der sozialdemokra­tischen Fraktion, wiederholt auch von mir selbst, scharf kritisiert worden. Wem es auf die Beseitigung von Miss­ständen ankommt, schiebt diese naturgemäss in den Vor­dergrund des Interesses und nimmt in der Regel davon Abstand, daneben auch darüber zu sprechen, was einwand­frei ist oder gutgemacht wurde, weil das meistens sowieso bekannt ist. Mit Genugtuung kann festgestellt werden,