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Die deutsche Kolonialpolitik vor dem Gerichtshof der Welt : eine deutsche Antwort von Kolonialpolitikern und Missionaren
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Geleitwort.

England glaubt den Weltkrieg gewonnen zu haben. Es will seine Beute in die Scheune bringen. Vor dem Weltkrieg beherrschte England einen Weltteil (Australien) vollständig, von einem zweiten Weltteil (Asien) hatte es mehrere hundert Millionen Menschen mit allen Riesen­schätzen seiner Herrschaft unterworfen, den dritten Welt­teil (Afrika) will es sich jetzt einverleiben. Der Weltkrieg hat allerdings bis jetzt das Resultat, dass in Afrika nur England herrscht, denn die Verbündeten Englands (Frank­reich, Belgien und Portugal) stehen in Afrika nach dem Krieg unter dem Protektorat Englands. Nur ein Hinder­nis der Alleinherrschaft Englands über Afrika ist noch zu überwinden: Deutschland, das in dreissigjähriger mühe­voller Arbeit Grosses in Afrika geleistet hat. Um dieses Hindernis zu beseitigen, sucht die englische Propaganda darzutun, dass Deutschland nicht fähig sei, Kolonien zu verwalten und zu kultivieren. Das englische Kabinett gab die Parole aus, dass das alte Deutschland seine Kolonien nicht mehr zurückerhalten werde.

Evans Lewin sucht in einer PropagandaschriftDeut­sche Kolonisatoren in Afrika diesen Gedanken zu ver­treten. Dabei scheuen er und seine Mitarbeiter nicht vor offenkundiger Verletzung der Wahrheit zurück. Sie machen aus bedauerlichen Einzelerscheinungen Gesamtbilder, um das Urteil gegen Deutschlands Kolonialpolitik zu fälschen.

Diese Schrift dient der Abwehr. Der Gerichtshof der Welt entscheide. Diese Schrift ist nicht ein Einzel­urteil, sie gibt vielmehr das wieder, was die ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes fühlt, ersehnt und fordert.

Berlin, im September 1918.

Die Herausgeber.