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Der Grundgedanke der deutschen Kolonialpolitik / Von Vosberg-Rekow
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Vorbemerkung.

Die nachstehenden Ausführungen werden vielleicht manchem ihrer Leser als sehr lebhaft und etwas zu sehr per­sönlich zugespitzt erscheinen. Es sei mir demgegenüber aber entschuldigend der Hinweis gestattet, dass sie Gegen­stand eines Vortrages gewesen sind, den ich auf dem ersten deutschen Kolonial-Kongress im Oktober d. J. gehalten habe und den ich unmittelbar darauf und infolgedessen noch in der beweglichen rethorischen Form diktiert habe. Es wäre mir ein leichtes gewesen, diese subjektive Färbung des Ganzen mit einigen Strichen fortzuwischen. Wenn ich es dennoch unterlassen habe, so bewog mich dazu die Erwä­gung, dass es sich hier um eines der wichtigsten Themata handelt, welche im Bereiche der deutschen Kolonialpolitik behandelt werden können, und um ein Thema, das, man möchte beinahe sagen, unbegreiflicherweise in den Kreisen der deutschen Kolonialpolitiker bisher fast völlig vernach­lässigt worden ist. Möge die Lebhaftigkeit der Darstellung dazu beitragen, unseren kolonialen Kreisen zu näherem Ein­gehen auf dieses Thema Veranlassung zu geben.

Berlin, im November 1902.

Dr. Vosberg-Rekow.