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Die Einfuhr aus Deutschland betrug im Jahre 1905: Küchengewächse u. dgl. 571 t, Käse 100 t, Mehl 4390 t, Backwerk 122 t, Liköre 95 t, Bier 5897 t, Wein 173 t, Schokolade 483 t, Eisenbahnschwellen 4343 t, Schienen 6260 t, Eisenwaren, grobe, 795 t, feinere 462 t, Maschinen 201 t, Zement 3315 t, Zeug waren 29 t, Kleiderstoffe 146 t. — Für die Ausfuhr fehlen des Aufruhrs wegen zuverlässige Angaben.
Siidost-Afrika.
Deutschostafrika ist etwa doppelt so groß wie Deutschland; es hat etwa 7 Millionen Einwohner (wesentlich Bantu
hinfällig geworden, das bisher gegen die Kleinsiedlung angeführt wurde der Kostenaufwand für die Wasserbeschaffung. Alle großen Hererowerften, wo sich Stammossitze befinden, waren bisher in gewissem Sinne Kleinsiedlungen. Sie bieten auch für die nun in Angriff zu nehmende Besiedlung Wasser und Gartenland in hinlänglicher Menge. Die Produktion braucht sich bei ihnen nicht, wie dieses bei Stauanlagen nötig gewesen wäre, auf Garten- und Feldfrüchte zu beschränken, sondern kann sich in Bahnen bewegen, wo sich Garten- und Viehwirtschaft in enger Weise ergänzen, wie auf den Farmen im Norden und Osten, wo neben Viehzucht Ackerbau in größerem Maßstabe möglich ist. Dieser Kleinsiedlungsbetrieb wird sich daher vom Farmbetneb der letzteren Art nur der Menge nach unterscheiden Bezüglich der Absatzfähigkeit der anzubauenden Produktion gewährt der Runderlaß des Gouverneurs vom 1. Mai d. J. betreffs Lieferung von im Lande erzeugten Körnerfrüchten, Mais, Kartoffeln und Tabak wertvolle Fingerzeige. An Fleisch und Zugmaterial war noch nie in der Kolonie ein Überfluß. Dazu kommen die Produktion von Wolle, die Erzeugnisse der Geflügelzucht und vor allem Obst- und Weinbau, die eine unbestrittene Zukunft haben. Große Aussichten bieten sich auch für Backobst und Rosinen. Ein aus einheimischen Trauben destillierter Kognak dürfte im Schutzgebiet gute Verwendung finden. Der Anbau von Luzerne und anderen Futterpflanzen ermöglicht die Straußenzucht.