Vorwort.
Im letzten Sommersemester hatte Verf. eine (wöchentlich 1 stündige) Vorlesung übernommen über „die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie Deutschlands und seiner Kolonien“, für welche die Studierenden lebhaftes Interesse zeigten (über 100 eingeschriebene Hörer).
Der außerordentlich bedauerliche Beschluß des Reichstags vom 26. Mai: die Ablehnung des selbständigen Kolonialamtes, der Bahn bis Keetmanshop und der Entschädigung der südafrikanischen Farmer — zeigt, daß von den staatserhaltenden Parteien die wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien für Deutschland zu wenig gewürdigt wird.
Dieses veranlaßte den Verf., den Vorschlag der Verlagsbuchhandlung anzunehmen, einen kurzen Auszug aus diesen Vorträgen weiteren Kreisen zugänglich zu machen.
Die kleine Schrift ist kein „Lesebuch“; Verf. hofft aber, daß diese Zusammenstellung von Tatsachen zur Aufklärung über diese wichtigen Fragen beitragen w T ird.
Die Industrie Deutschlands hat sich unter den schwierigsten Verhältnissen zu ihrer heutigen großen Bedeutung entwickelt (vgl. S. 3—12). Während für 2 1 / a Milliarden landwirtschaftliche Produkte eingeführt werden müssen (S. 35), übersteigt die Ausfuhr von Industrieprodukten die Einfuhr um 1 Milliarde (S. 63).