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Die wirtschaftliche Bedeutung Deutschlands und seiner Kolonien / von Ferd. Fischer
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Die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte hat also in 20 Jahren um fast 2 Milliarden Mark zugenommen und hat (nach Abzug der Ausfuhr) den Wert von 2 1 / 2 Milliarden Mark überschritten. Abgesehen vom Roggen sind namentlich alle Getreidearten und Futtermittel in stark steigenden Mengen eingeführt. 1 ) Auch die Einfuhr von Tieren (mit Ausnahme der Schweine und Schafe) und tierischen Produkten hat sich verdreifacht. Völlig verschoben haben sich die Ein- und Ausfuhrverhältnisse für Rindvieh, Milchprodukte und Fleisch. Auffallend und bedauerlich ist das gewaltige Ansteigen der Einfuhr von Geflügel und Eiern.

Industrie.

Vom Reichsamt des Innern für das Jahr 1897 veranstaltete Erhebungen 2 ) geben Anhaltspunkte für die Produktion der industriellen mittleren und Großbetriebe Deutschlands. Leider fehlen in der Veröffentlichung die Industrie der Nahrungs­und Genußmittel (außer Tabak), Baugewerbe, Leuchtstoffe, Fette und Öle, die Bekleidungs- und Reinigungsgewerbe, die Lederwaren-, Wachs- und Ledertuchfabrikation, die Holz­verarbeitung, die Ziegelei, Tonröhrenfabrikation und Töpferei (im engeren Sinne), die Glaswarenfabrikation, die Verarbeitung edler und unedler Metalle, die Schußwaffenfabrikation, die Herstellung von Apparaten, die Uhrmacherei, die Fabrikation

*) Dazu kommt, daß Reis (als Ersatz für Getreide) 1885 erst für 12 Millionen, 1900 für 46 Millionen Mark eingeführt wurde. Der Wert der Zuckerrüben wird ausgeglichen durch die künstlichen Düngemittel (Kali, Ammoniak, Salpeter, Phosphate S. 47); Fische dienen als Ersatz für Fleisch, Jute für Leinen, fremde Fette und Erdöl für Raps u. dgl.

2 ) Nachrichten f. Handel und Industrie Apr. 1900.