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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
Entstehung
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Dahome.

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Auch für Güter ist ein Staffeltarif eingeführt wie folgt (für das tkm):

Ins 101 über

100 km bis 200 km 200 km Cts. Cts. Cts.

1. Kaufmanns- und Einfuhrgut. Elfenbein usw. . . . 100 80 60

2. Palmöl. Kaffee, Kautschuk, Vanille, Tabak, Kakao,

Wein, hvgienische Getränke usw,. 60 50 40

3. Palmkerne, Reis, Mais, Yamswurzel, Mehl, Kartoffeln,

Wald- und AckerfrQchle, Baustoffe, Arbeitsmaschinen 40 30 20

4. Erdnuß, Baumwolle, entkernt und nicht entkernt . 20 15 10

5. Grüne Ölpalmfrüchte, Kokosnuß. Maniokwurzel,

Bruchsteine, Sand, Kies usw. 15 12 10

Ausnahmetarife von 30 und 40 Cts. für das tkm, ungestaffelt, sind seit 1904 und 1905 für Palmkerne und Palmöl auf der Hauptlinie bei Verfrachtung bis Kotonu, von 15 Cts. bei Versendung von der Zweig­linie vom Ahemesce nach Kotonu, von 20 Cts. für Baustoffe und Eisen- bahnmateiial von Kotonu nach allen anderen Stationen der Bahn ein­geführt. Ferner ist folgender Ausnahmetarif festgesetzt:

Für die Streckenanteile bis 100 km fürroheBaumwolle,Samen v.Baumwolle u. Cts.

Erdnuß. 12

hei Versendung nach Kotonu je 4 t . . 10

zwischen 100 u. 200 km Cts.

11

9

über 200 km Cts.

10

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Die Kolonie beabsichtigt die Werftanlage von Kotonu, die einer anderen französischen Gesellschaft konzessioniert worden war, anzukaufen und der Eisenbahn anzugliedern.

b) Porto NovoSakete.

Nahe der Ostküste, dem englischen Nigerien benachbart, besteht die gleichfalls von der Kolonie angelegte, tramhahnartig betriebene Nebenbahn vom Hafen Porto Novo in nördlicher Richtung nach Sakete, 38,5 km, seit Juli 1908 im Betriebe; sie soll den Verkehr möglichst von der englischen Grenze weg, dem eigenen Hafen Porto Novo zuführen, (»roßte Steigung 15 a. T., kleinster Bogcnhalbmesser 300m. Die Bau­kosten haben 2092294 Fr. betragen. Eine Verlängerung um 20 km nach Pobc ist ausgeführt.

Geplant sind ferner eine nach Westen gerichtete Bahn in den reichen Ölpalmenbezirk des Monuflusses nahe der deutschen Togo­grenze, von Groß-Popo nach Locossa, 50 km, veranschlagt zu 5 Mill. Fr., sowie eine Bahn von Porto Novo nach Kotonu, 27 km, mit dem gleichen Kostenbeträge, um die Ausfuhrgüter, die jetzt meist von Porto Novo nach Lagos weitergehen, dem französischen Ausfuhrhafen zuzuleiten.

In der nachstehenden Übersicht sind die Längen der im Betriebe be­findlichen Bahnstrecken für die einzelnen Schutzgebiete zusammen­gestellt und die zunächst geplanten und bewilligten Gesamtlängen auf­geführt. Hiernach wird Französisch-Westafrika binnen kurzem ein Eisenbahnnetz von über 2900 km Eisenbahnen besitzen.