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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
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Spanisch-Marokko.

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In Westmarokko bestehen heute 280 km Bahn in 60 cm-Spur, näm­lich die Strecken: Bon LauanSettalCasablancaRabatKenitra Darbel Ilamri, und in Ostmarokko in gleicher Spur 180 km von Udjda über Taurirt und Guercif nach Safsafat. Geplant sind weitere 240 km in Westmarokko von Mazagan über Bou Lauan nach Marrakesch.

Man schätzt die Kosten der Schmalspur auf 4000050000 Fr. und die Betriebsausgabe für das tkm einschließlich der Kapital­zinsen und Tilgung zu 40 Centimes, während die Kosten für das tkm beim fiskalischen Kameltrans|>ort 1,50 Fr., bei Karrenbeförde- rung sogar 3 Fr. betragen. Die schmalspurige Eisenbahn bringt dar­nach also noch immer eine wesentliche Ermäßigung der Frachtkosten.

Spanisch-Marokko.

In dem unter spanischer Oberhoheit stehenden Gebiet von Marokko scheint sich nur eine 31 km lange, im Besitze der französisch- «panischcn Gesellschaft, Compagnie du Nord Africain, stehende Bahn zur Ausbeutung von Bergwerken im Rif-Gebiet, von dem spanischen Hafen Melilla (an der Nordküste nach Nador zu befinden. Sie fuhrt zu den Gruben von Afra; der jetzige Endpunkt der Bahn, Suk el Kemis, ist ein bedeutender Markt.

Von dem spanischen Syndikat für die Rif-Bergwerke, welches die Gruben von Beni-Buifrur besitzt, wurde eine Bahn von Melilla zu­nächst an der Nordküste entlang nach Nador, dann über Taza nach Fes geplant; sie sollte unter Umständen in dem Tale des Sebu- flusses bis zur atlantischen Küste durchgeführt werden und zwischen

1. arrasch und Rabat endigen.

Firner war eine Küstenbahn geplant, die Melilla einerseits in westlicher Richtung mit Alhueemas, Pcnon, Cabo de Aqua und Ceuta, anderseits nach Osten hin mit dem algerischen Hafen Nemours ver­binden sollte. Die Spurweite sollte 1 m, das Schienengewicht des Oberbaues 32,5 kg/m betragen. Infolge der Kämpfe mit den Rif kabylen scheinen diese Pläne zum Stocken gelangt zu sein und sind vielleicht gänzlich aufgegeben worden.

Französisch -Westafrika.

1. Senegal: Die Bahnen Dakar -St.-Louis und Thies-Kayes.

2. Ober-Senegal und Niger: Die Bahn Kayes-Kulikoro. 3. Guinea: Die Bahn KonakryKurussa. 4. Elfenbeinküste: Die Bahn Abid- jean- Buake. 5. Dahome: Die Bahnen KotonuParaku (-Niger und Porto NovoSakcte.

Einleitung.

Das Kolonialreich von Französisch-Westafrika l ), heute der Stolz eines jeden Franzosen, ein Generalgouvernement, ist außer dem

b Vcrgl. (J. Abhandlung des Verfassers in d. V<-rkelirstechn. Woche. Jahrg. VI, Nr. 4 u. 5. S. 81 u. ioj ff. 1911.