Ober-Senegal und Niger.
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ubergeben. Ende 1910 standen 140 km der Strecke Thies—Diurbel - Guinguineo und 44 km der Oststrecke Kayes—Ambidedi im Betriebe; der Kapitalaufwand hatte bis dahin 14 Mill. Kr. betragen.
Die Bahn verwendet Schienen von 25 kg'm Gewicht; als kleinster Bogenhalbmcsser kommt 300 m nur vereinzelt vor; die größten Steigungen betragen 10 v. T. \'on größeren Kunstbauten ist eine 225 m lange Brücke über den Falemefluß zu nennen.
I)ic Linie geht von Thies östlich über Keramaduan, Gundiana und M'Bambe nach Diurbel (km 80), wendet sich hier etwas südlich auf Ganiek und von da über Maleme nach Tambakunda ikm 401). \'on hier folgt sie dem Tale des Sandugu und wird in M'Bangol (km 471; ein volkreiches Gebiet erreichen, in dem Hirse, Mais, Erdnüsse und Baumwolle angebaut werden. Nach Überschreitung des Faldme folgen zahlreiche Sümpfe bis Ambidedi und von hier bis Kayes km 677) bleibt die Bahn auf dem linken l’fer des oberen Senegal.
Soweit die Bahn bis jetzt im Betriebe steht, wird dieser auf dem westlichen Abschnitt von der Eiscnbahngesellsehaft Dakar St.-Louis geführt; ebenso gelten auch deren Tarife.
Die kilometrischen Betriebsausgaben der Bahn sind auf 7500, die künftigen Roheinnahmen auf 9300 Fr. veranschlagt, so daß sich ein kilometrischer Überschuß von 1800 Fr. ergeben würde.
2. Ober-Senegal und Niger.
Die Bahn Kayes —Kulikoro.
Mit der Verwirklichung des Planes des Generals Faidherbe, die beiden entgegengesetzt gerichteten Oberläufe des Senegal und des Niger durch eine Eisenbahn zu verbinden, die insbesondere die Stromschnellen im oberen Senegal und Niger umgehen sollte, wurde im Jahre 1881 begonnen. Die Balm sollte von Kayes über Medine, Diamon. Bafulabc und Kita nach Bamako in das Tal des oberen Niger gehen; ihre Gesamtkosten waren auf 54 Mill. Fr. geschätzt. Die Bauausführung, die der französische Staat und die Kolonie gemeinsam unternahmen, litt von Anfang an unter dem Mangel gründlicher Vorarbeiten und ausreichender Vorbereitungen sowie unter einer fehlerhaften Organisation der Bauverwaltung. Man machte den Fehler, den Bau zu beginnen, bevor man das Gelände genau erkundet und gründliche Vorarbeiten gemacht hatte. Eine Gelbfieber-Epidemie raffte fast ein Drittel der beim Bahnban beschäftigten Europäer dahin. Im Januar 1882 forderte der Marine- und Kolonialminister zu den bewilligten 8,8 Mill. Fr. noch einen neuen Kredit von 7,5 Mill. Fr., im folgenden Jahre wiederum 4.68 Mill. Fr. Gleichwohl waren in den ersten vier Baujahren bis 1884 nur 17 km Bahn vollendet und nur für 70 km die Vorarbeiten fertig- gestellt. Ende 1884 waren 53 km Bahn fertig. Nach längeren Stockungen und Schwierigkeiten kam 1898 ein Abkommen zwischen Kolonie und Mutterland zustande, das die beschleunigte Vollendung des