Senegal.
201
c) Verlängerung der Bahn in Dahoine von Save nach Paraku, 180 km, und von da bis l)jugu, 120 km, 20 Mill. I'r.;
d) in Elfenbeinküste eine Linie von Buakc, dem Endpunkt der genehmigten Arbeiten, nach Kong in Richtung zum Voltafluß, 210 km, 20 Mill. Fr.;
e) die Bahn Dimbokro - Kankan, die durch reiche Gummi- und Kolanußgebiete führen soll, und zwar südlich eine Strecke von Dimbokro nach Daloa und zum Flusse Sassandra, 230 km, 24 Mill. Fr.; nördlich die Strecke Kankan— Beyla. 220 km, 25 Mill. Fr.;
f> eine Bahn in Dahome, die den reichen ülpalmenbezirk des Monoflusses zu bedienen hat, von Grand Povo nach Lokossa, 50 km, 5 Mill. Fr., sowie eine Bahn von Porto Novo nach Kotonu, 27 km, zur Beförderung der Ausfuhrgüter, die jetzt von der Trambahn Sakete—Porto Novo verfrachtet werden und meist über Lagos weitergehen; 5 Mill. Fr.
Die wirtschaftliche und strategische Bedeutung dieses umfangreichen Bahnprogramms springt in die Augen: die Erzeugnisse des Sudans und besonders des Nigerbogens werden durch dieses Bahnnetz an die Küste gelangen; die militärische Überwachung aller dieser Gebiete wird außerordentlich erleichtert, die Zusammenziehung größerer schwarzer Truppcnaufgebote an beliebiger Stelle ermöglicht.
Die Bahnen in Französiseh-Westafrika weisen sämtlich die 1 m- Spur auf und sind also in dieser Beziehung von vornherein durchaus einheitlich angelegt. Der Gleisoberbau besteht aus Stahlschienen von 20 bis 25 kg m Gewicht, die jetzt überwiegend auf eisernen (Juer- schwellen verlegt werden.
Nach den Mitteilungen des Generalgouverneurs Ponty stellten sich die wirtschaftlichen Ergebnisse der Kolonialbahnen von Französiseh- Westafrika zusammen in den Jahren 1910 bis 1912 wie folgt:
Koheinnalimen in Fr.
1 Betriebs-Ausgaben i in Fr.
Überschütt, an die Regieiung überwiesen
j Betriebs- i zahl in v. H.
1910
7713000
5 370000
2 333 000
1 69,8
1911
9 553 000
5 888 000
3 664 000
61,6
1912
9 386 000
6 276 000
2 254 000
, 66,8
Die Einfuhr in Französiseh-Westafrika betrug:
1911: 150,8 Mill. Fr., die Ausfuhr: 110.1 Mi!!. Fr.
1912: 134.7 .. .. 118,5 ..
Die Mindereinnahmen des Jahres 1912 sind auf Tarifermäßigungen und das Zurückgehen der Baufrachten nach Beendigung von Bahnbauten zurückzuführen.
Int folgenden werden die Bahnen der einzelnen Schutzgebiete behandelt.
1. Senegal.
A. Die Eisenbahn Dakar—St.-Louis.
Schon 1851 hatte Pinet-Laprade, der Gründer von Dakar, angeregt, diese am Kap Verde gelegene Stadt, die eine gute Reede be-