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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
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Senegal.

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c) Verlängerung der Bahn in Dahoine von Save nach Paraku, 180 km, und von da bis l)jugu, 120 km, 20 Mill. I'r.;

d) in Elfenbeinküste eine Linie von Buakc, dem Endpunkt der ge­nehmigten Arbeiten, nach Kong in Richtung zum Voltafluß, 210 km, 20 Mill. Fr.;

e) die Bahn Dimbokro - Kankan, die durch reiche Gummi- und Kola­nußgebiete führen soll, und zwar südlich eine Strecke von Dimbokro nach Daloa und zum Flusse Sassandra, 230 km, 24 Mill. Fr.; nörd­lich die Strecke Kankan Beyla. 220 km, 25 Mill. Fr.;

f> eine Bahn in Dahome, die den reichen ülpalmenbezirk des Mono­flusses zu bedienen hat, von Grand Povo nach Lokossa, 50 km, 5 Mill. Fr., sowie eine Bahn von Porto Novo nach Kotonu, 27 km, zur Beförderung der Ausfuhrgüter, die jetzt von der Trambahn SaketePorto Novo verfrachtet werden und meist über Lagos weitergehen; 5 Mill. Fr.

Die wirtschaftliche und strategische Bedeutung dieses umfang­reichen Bahnprogramms springt in die Augen: die Erzeugnisse des Sudans und besonders des Nigerbogens werden durch dieses Bahn­netz an die Küste gelangen; die militärische Überwachung aller dieser Gebiete wird außerordentlich erleichtert, die Zusammenziehung größe­rer schwarzer Truppcnaufgebote an beliebiger Stelle ermöglicht.

Die Bahnen in Französiseh-Westafrika weisen sämtlich die 1 m- Spur auf und sind also in dieser Beziehung von vornherein durchaus einheitlich angelegt. Der Gleisoberbau besteht aus Stahlschienen von 20 bis 25 kg m Gewicht, die jetzt überwiegend auf eisernen (Juer- schwellen verlegt werden.

Nach den Mitteilungen des Generalgouverneurs Ponty stellten sich die wirtschaftlichen Ergebnisse der Kolonialbahnen von Französiseh- Westafrika zusammen in den Jahren 1910 bis 1912 wie folgt:

Koheinnalimen in Fr.

1 Betriebs-Ausgaben i in Fr.

Überschütt, an die Regieiung überwiesen

j Betriebs- i zahl in v. H.

1910

7713000

5 370000

2 333 000

1 69,8

1911

9 553 000

5 888 000

3 664 000

61,6

1912

9 386 000

6 276 000

2 254 000

, 66,8

Die Einfuhr in Französiseh-Westafrika betrug:

1911: 150,8 Mill. Fr., die Ausfuhr: 110.1 Mi!!. Fr.

1912: 134.7 .. .. 118,5 ..

Die Mindereinnahmen des Jahres 1912 sind auf Tarifermäßigungen und das Zurückgehen der Baufrachten nach Beendigung von Bahn­bauten zurückzuführen.

Int folgenden werden die Bahnen der einzelnen Schutzgebiete be­handelt.

1. Senegal.

A. Die Eisenbahn DakarSt.-Louis.

Schon 1851 hatte Pinet-Laprade, der Gründer von Dakar, an­geregt, diese am Kap Verde gelegene Stadt, die eine gute Reede be-