UeKer Itajahx nach lKtumenau.
Am 26. März ^398 reiste ich von ^oinville nach 5. Francisco ab. Nach zweitägigem Aufenthalte in der kleinen Hafenstadt fuhr ich auf dem brasilischen Lloyddampfer „Desterro" nach Itajahy weiter. Unter den Mitreisenden befanden sich auch das junge Ehepaar Autscha und zwei Ioinvillenser Fabrikanten, die Brüder Uhlemann, ehemalige deutsche Offiziere, die ich fchon in Ioinville kennen gelernt hatte. 5ie machten eine Geschäftsreise nach ^tajahy, Blumenau und Florianopolis. Nach ziemlich kurzer, schöner Fahrt tauchte gegen Mittag der Hafenort für das Municipium Blumenau, Itajahy, vor unseren Blicken auf. Auf einem ins Meer vorspringenden, grünen Hügel ist ganz malerisch die Lotsenstation belegen. Am Strande dehnt sich, von bewaldeten Hügeln umrahmt, das freundliche Städtchen aus. Die Einfahrt in den Hafen ist äußerst schnuil und flach; wir mußten daher einen Lotsen an Bord nehmen, der uns sicher in den Hasen hineingeleitete. Aus einem Boot wurden wir ans Land befördert. Dort machte ich gleich die Bekanntschaft des Distriktsinspektors der „Hanseatischen Roloni- sations-Gesellschaft" für Blumenau, heutigen Direktors der Gesellschaft, Herrn PH. Doerck, der mit dem „Desterro" nach Florianopolis gehen wollte, um vou dort die Weiterreise nach Europa anzutreten, und des hervorragenden Blumenauer Parteiführers Feddersen, der gleichfalls mit dem „Desterro" sich nach Florianopolis begab, um dort seine Pflichten als Abgeordneter des Staatskongresses wahrzunehmen. Mit beiden Herren hatte ich eine leider nur kurze, aber inhaltreiche Unterredung. Auch von'Herrn Asseburg, der in Itajah-f die Aonsulargeschäfte verwaltet, erhielt ich eine Reihe vortrefflicher Auskünfte.