Deutsch-Tüdwestafrika.
Grenzen. Häfen. Das ganze Schutzgebiet kann man sich zur besseren Übersicht in drei Teile teilen, wobei man die eingeborenen Bewohner im Auge hat: der Süden ist das Hottentottenland (auch Namaland genannt), die Mitte das Hereroland (Oamaraland) und der Norden das Amboland. In letzterem wohnen die Gvambostämme. Die Nordgrenzs ist insofern nicht glücklich gezogen, als sie gerade mitten durch das Gebiet dieser Stämme hindurch geht. An der Gst- grenze fällt der merkwürdige „Caprivizipfel" besonders in die Kugen. Er hat seinen Namen nach dem ehemaligen Reichskanzler Eaprivi erhalten, unter dem sich England und Deutschland über die dortige Grenze einigten. Auf den ersten Blick sieht der Zipfel wie eine hochwichtige Erwerbung aus, denn durch ihn reicht das Schutzgebiet bis an den gewaltigen Sambesi. Aber wer nun denkt, daß wir dadurch einen Schiffahrtsweg zum Indischen Gzeane gewonnen haben, der irrt sich. Denn unmittelbar nach dem Eaprivi- zipfel hat der Sambesi seine großartigen, N9 m hohen viktoriafälle. Mit der Schiffahrt ist es also nichts und wäre es auch nicht viel, selbst wenn der Eavrivizivfel bis jenseits dieser Zölle reichte,- denn der Sambesi hat noch mehrmals Schnellen. Die Südgrenze wird vom Dranjeflusse gebildet („Granje" nach dem Nönigshause Gramen genannt), scheint also eine allen Anforderungen genügende Naturgrenze zu sein. Sie ist aber für uns so ungünstig als möglich ausgefallen. Oenn unser Schutzgebiet reicht nicht etwa bis zur Mitte des Stromes, sondern nur bis an das rechte Ufer. Auf dem Strome selbst haben wir gar nichts zu suchen. Es darf kein Boot auf dem Zlusse fahren, kein Tropfen Wasser zur Bewässerung dem Zlusse entnommen werden ohne die Erlaubnis der Engländer. Genau wie beim volta in Togo. Der Verlust ist