Vorwort.
Ms man vor etwa 25 Jahren anfing, die deutschen Kolonien in den Schulen zu behandeln, da stand dem Lehrer sehr wenig Material zur Verfügung. Er war sroh, wenn er einige Notizen über Land und Leute derjenigen Gegenden fand, die plötzlich zu deutschen Kolonien geworden waren. Daß er dabei viel Unwichtiges und auch Unrichtiges mit in den Kauf nehmen mutzte, liegt aus der Hand, heute ist die Sachlage eine durchaus andere geworden. Die geographische Literatur über unsere Schutzgebiete ist allmählich so gewaltig angeschwollen, datz der Lehrer jetzt vor einer anderen Schwierigkeit steht, nämlich vor der, aus dem massenhaften Material das wirklich charakteristische und für den Unterricht geeignete herauszufinden. Eine lückenlose Landeskunde unserer Kolonien — soweit sich von einer solchen schon sprechen läßt — kann die Schule selbstverständlich nicht bieten. Es kommt vielmehr nur daraus an, auf einem einfachen, leichtverständlichen Grundrisse des Landes die wichtigsten Erscheinungen des kolonialen Lebens vorzuführen. Dadurch ist am ehesten ein fesselndes Bild von der Eigenart des Landes im Schüler zu erzeugen. Je mehr dabei die Beschreibung in die Form der Erzählung gebracht werden kann, um so besser ist es. In diesem Sinne wird in dem vorliegenden Buche eine Kolonie nach der anderen am Kuge des Schülers vorübergeführt. Die erzählenden Schilderungen sind so ausgearbeitet oder ausgewählt worden, daß sie sich zum vorlesen in der Klasse eignen werden. Die Textzeichnungen lassen sich ohne Schwierigkeit als lvandtaselzeichnungen verwenden.
Der Verfasser.