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Die Gründung von Deutsch-Ostafrika : kolonialpolitische Erinnerungen und Betrachtungen / Carl Peters
Entstehung
Seite
61
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III.

Der erste Wurf.

Man disputierte vor einigen Iahren in Deutschland darüber, ob ich der Gründer von Deutschostafrika genannt werden könnte. Ich finde es außerordentlich gleichgültig, wie man mich nennt. Das ändert an den Tatsachen nicht das Mindeste. Diese Tatsachen will ich hier genau und wahrheitsgemäß mitteilen. Zur Sache aber möchte ich kurz bemerken, daß, gleichviel, was ich selbst zur Be­gründung unserer ostafrikanischen Kolonie beigetragen habe, ich selbstverständlich Genossen an der Arbeit haben mußte, und daß ich freilich keine deutsche Kolonie ins Leben rufen konnte, ohne den Rückhalt des Deutschen Reiches; genau, wie Sir Walter Naleigh mit Gefährten auszog und des Schutzes der Krone England bedürfte. Was meine Genossen anbetrifft, so habe ich bereits im vorigen Kapitel dankend die Anterstützung anerkannt, welche mir Dr. Friedrich Lange gewährte; in diesem Kapitel wird die Mitwirkung vi'. Karl Iühlkes deutlich her­vortreten.

Wenn ich in Iühlke einen loyalen Kameraden und Freund zur Seite hatte, so war ich auf der anderen Seite in der Wahl des Grafen Joachim Pfeil ganz be­sonders unglücklich gewesen. Gras Pfeil besitzt ein ge­winnendes Wesen, welches, ohne nähere Bekanntschaft, die Menge besticht. So war er in unseren Kreis gelangt.