Viertes Kapitel.
Greiners Leben.
n dem Thale der Wiese, die in den Felsschluchten am Südabhange des Seebuks entspringt und bei Basel in den Rhein fließt, liegt das Stadtchen Brombach. Das Wiesenthal, dessen Reize der dort (in Hausen) ge- borne Dichter Hebel in seinen allemannischcn Gedichten so anziehend besungen hat, und dessen »Markgräfler« Wein weit und breit berühmt ist, gehört zu den lieblichsten Thälern des Schwarzwaldes, und Brombach liegt in der Nähe seiner schönsten Punkte. Jenseits des Flusses erheben sich auf bewaldeter Höhe malerisch die Ruinen des Schlosses Röttcln, in dem einst die Mark- grasen von Hochbcrg und Baden residierten und das 1638 von Bernhard von Weimar im Sturm erobert, 1678 von den Franzosen zerstört wurde. Steigt man auf diese Höhe, dann bietet sich dem Auge eine wunderbar liebliche Aussicht: zu den Füßen das lachende Thal mit seinen wohnlichen Städten, jenseits der Dinkclbcrg mit der alten St. Chrischonakirche, umgeben von waldigen Hügeln, im Glänze der Morgen- und Abendsonne mit ihren goldigen Fenstern wie eine Warte herniedcrschauend auf den goldenen Rhein, dann Basel mit seiner freundlichen Umgebung, die gradlinigen Gcbirgsformen des Jura und im Hintergründe die Kette der zackigen Hochalpcn von der Jungfrau bis zum Schreckhorn. In diesem Brombach ward am 16. Mai 1842 Johann Jakob Greiner geboren als der