I,
Der 27. Januar 1904 in Okahandja.
^A. aisers Geburtstag war es im Jahre 1904. In Deutschland ein fröhliches Fest, ein Tag, der von jung und alt frohgemut gefeiert wurde. Anders aber als im Mutterlande sah es in jenen Stunden in unserer jungen Kolonie, in Südwestafrika aus.
Vor etwa 14 Tagen war der Aufstand der Hereros ausgebrochen, Farmen über Farmen waren von den Schwarzen geplündert worden, ihre Besitzer erschlagen, und was durch Jahre hindurch deutscher Fleiß erbaut hatte, lag in Trümmern.
Kleine Stationen waren überfallen worden, die größeren umlagerten die Hereros. So auch Okahandja. Am 12. Januar war es gewesen, da hatten bewaffnete Hereros die Klippen in der Nähe des Orts besetzt, sowie die steil abstürzenden Ränder des Kandu-Baches. Auch aus dem wild-zerklüfteten Kaiser-Wilhelmsberg, der im Hintergrunde vom Bahnhof Okahandja liegt, hatten die Schwarzen Posten gefaßt.