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Kiautschou : Deutschlands Erwerbung in Ostasien / von Georg Franzius. Bilderschmuck unter Leitung des W. Röse
Entstehung
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Umov uns Sie Samsaft-KuM

ir haben uns nun eine ganze Reihe von Hafenplätzen an der chinesischen uud japanischen Küste angesehen, uni ein möglichst klares Bild von ihnen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu erlangen. Wir haben gesehen, was die Engländer in Hongkong aus einem richtig gewählten, aber sonst öden Platze >im Laufe von 50 Jahren mit großen Mitteln gemacht haben und daraus den Mut gewonnen, unter Umständen ebenfalls für einen zur Zeit noch öden, aber allen Bediugungeu für wirtschaftliche Entwicklung ent­sprechenden Platz entschieden einzutreten. Wir haben den Unterschied im Klima zwischen Süd- und Nord-China ziemlich kennen gelernt und die Verschiedenheit der Bevölkerung. Wir erkannten, was sich aus den Chinesen unter europäischer Verwaltung in Hongkong und Schanghai hat machen lassen und begriffen, wie man sich in China sehr wohl fühlen kaun. Je länger wir das Volk kennen lernten, desto mehr sahen wir die trotz mancher abstoßenden Äußerlichkeit vorhandenen guteu Seiten und meinem jungen Begleiter gefällt es so gut in China, daß er am liebsten gleich dort bliebe. Ich, der ich Weib und Kind zu Haus habe, die ohne mich verderben, trage nur Verlangen, endlich darüber klar zu werden, welcher von den in Frage kommenden Plätzen für meine Landsleute der beste sein wird und komme dabei zu folgen­den Schlüssen über Amoy uud die Samsah-Bucht.

Die zwischen den Inseln Amoy und Kulangsu gelegene, etwa 300 in lange und 400 m breite Rinne entspricht im allgemeinen den in tech­nischer Hinsicht an einen guten Hafen zu stellenden Anforderungen. Es befinden sich jedoch im Fahrwasser über und unter Wasser zahl­reiche Felsen, welche Schiffahrtshindernisse bilden und nur mit großen