systems die Intelligenz aus den altgewohnten Bahnen getrieben und schwankt nnn siilirerlo^ den andrängenden neuen Einflüssen entgegen. Chauvinistische Starrköpfigkeit weist fremde >>itfe ^nrück, und dr>ch tritt die ^'otwendigieil davon aus jedem Gebiete stärker hervor. Das ist die Lage, diV sich nno heute iu China bietet. Wie soll sich das Abendland dieser Entwicklung gegenüber Verhalten? Daß es ihr gleichgültig zusehen soll, wird hente niemand nielir behaupten wollen. Von den gewaltigen wirtschaftlichen Werten, die in China niedergelegt sind und deren Gedeihen oder Verfall mit jener Entwicklung eng verknüpft sind, soll an dieser Stelle nicht gesprochen werden. Es sind Gründe anderer, man darf Wohl sagen höherer Art, die das Abendland zwingen, nicht uutätig zu bleiben. Ein Volk, das das zahlreichste aus der Erde und eins von den begabtesten der Geschichte ist, ein Volk, das der Menschheit in seinem langen Leben viele und große Knltnrwerte geschenkt hat, ringt mit den Erfordernissen einer neuen Zeit und müht sich, den Übergang zu finden aus seiner bi^ herigen Gedankenwelt in ein neues fremdes Kultursystem, sich diesem anzupassen, ohne doch den Halt in seiner eigenen geschichtlichen Entwicklung und den Zusammenhang mit seiner Vergangenheit zu verlieren. Ohne Hilfe diesen Übergang zu finden, wird ihm nicht gelingen, diese Hilse aber kann il,in nnr vom Abendlande werden, nnd da sollte dieses teilnahmslos die Hände zurückhalten? Es müßte übel bestellt sein um den christlichen Geist unserer Kultur, dessen wir uns gerade den asiatischen Völkern gegenüber so gern nnd mit so vielem Swi^e rühmen. In der Tat ist es denn auch ein innerer sittlicher Zwang, der die abendländischen Völker treibt, dem Chinesentum bei seinein Umtvandlungsprozesse mit Rat und Hilfe zur Hand zu gehen, selbst dann, wenn ihnen
26