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Die Masai : ethnographische Monographie eines afrikanischen Semitenvolkes ; mit 89 Fig., 6 Taf., 61 Abb. u. e. Uebersichtskt. / von M. Merker
Entstehung
Seite
340
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Anhang I.

>Masai -pharmacologische« und andere Notizen über Pflanzen, welche bei den Masai als Heilung bewirkend, als nützlich, schädlich oder anderweitig Beachtung; finden.

1. ol abai (Microglossa spec). Zur Vertreibung von Flöhen werden Rinder mit einer Auslaugung der Blätter gewaschen.

2. ol agaramöni. Das zerkaute Kraut wird auf Anschwellungen gelegt und soll zerteilend wirken. Den ausgepressten Saft tropft man auf Lues- Geschwüre.

3. ol airascharasch (Crotolaria laburnifolia L.). Der Genuss dieser Pflanze soll bei Rindern eine krankhafte Verlängerung der Klauen herbeiführen.

4. ol aisigirai (Heliotropium zeylanicum Lam.). Gegen Augen­entzündung wird den Rindern der ausgepresste Saft in die Augen getropft.

5. ol alili (Acacia nov. spec). Zwei Hände voll Rinde werden kalt ausgelaugt; die Auslaugung wird wegen der ihr zugeschriebenen, verdauungs- befördernden Wirkung von den Kriegern bei den ol bul-Mahlzeiten nach Durst getrunken.

6. ol ama (Ximenia americana L.). Man isst die sehr sauren, aber auf Märschen durch die Steppe angenehm erfrischenden Früchte.

7. ol amai. Die Auskochung von sechs fingergrossen Stücken Wurzel­rinde wird gegen schweren Durchfall getrunken.

8. ol ambalagai (Schmidtia quinqueseta Benth.). Gefürchtetes Gras, da das Vieh nach seinem Genuss an Durchfall und Haarausfall erkranken soll.

9. ol ameloki (Maerua Johannis Volk, et Gilg und Cadaba farinosa Forsk.) gilt als schädlich für Rinder, dagegen als gutes Futter für Esel.

10. ol amöra (Ocimum suave Willd.). Die Blätter werden zuweilen unter den Kautabak gemengt; Schnupftabak wird mit gepulverter Rinde oft vermischt.

11. ol amriake. Die unreifen Früchte werden gegen Brustschmerz ge­gessen.

12. ol araba (Sporobolus festivus Höchst.). Gutes Futtergras für Kleinvieh.