Druckschrift 
Die Masai : ethnographische Monographie eines afrikanischen Semitenvolkes ; mit 89 Fig., 6 Taf., 61 Abb. u. e. Uebersichtskt. / von M. Merker
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

ZWEITER ABSCHNITT.

I.

Stämme, Geschlechter, Untergeschlechter. Das En gidon-Geschlecht. Der Häuptling-: seine Regierung und Politik, Zaubermedizinen, Stammbaum, Dorf, Zeremoniell, Speisen. Die Zauberer. Das El kiborön-Geschlecht. Die Regenmacher.

Jeder Stamm (eri gischomi) teilt sich, wie schon erwähnt, in eine Anzahl Geschlechter (ol gelata, el gelat). Bei diesen unterscheidet man wieder Haupt- (ol gelata kitok) und Untergeschlechter (ol gelat' ate). Nach der religiösen Legende ist das Verhältnis der drei Stämme zu einander das von Brüdern, während die Geschlechter eines Stammes zu diesen im Verhältnis der Söhne zum Vater stehen. Hierin liegt der Grund für die Anschauung, wonach die zu einem Stamm gehörigen Personen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu einander stehen, weshalb z. B. eine Heirat zwischen Angehörigen des Haupt- und eines seiner Untergeschlechter, sowie zwischen deren der Untergeschlechter desselben Hauptgeschlechtes unstatthaft ist.

Die Einteilung, wie sie nach den übereinstimmenden Mitteilungen von Asä, Wakuafi und Masai den grössten Anspruch auf Richtigkeit zu haben scheint, ist die folgende:

Stamm: 'L aiser.

Geschlecht: En gidon oder El oibonok, » El bargenetti, » El bartimaro; Untergeschlecht: El bedes, El dibiliti, » El egoio,

» El barsabuggo,

» El morinjero,

» El barsanga

* 'L eng-adji-nanjugi,

» El gumarin,

» El barsiiigo.

Geschlecht: El ugumoi; Untergeschlecht: Es sidaio.