Schädel eines von mir erlegten, fast fünf Meter langen Krokodils.
Krokodile und Flußpferde.
„Es hat auf der Erde eine Zeit gegeben, in der die Kriechtiere das große Wort führten," schrieb Brehm im „Tierleben" am Anfang des Abschnitts über die Panzerechsen, und an diesen Satz wird erinnert, wer gesehen hat, wie die letzten Vertreter dieser Tiere in gewissen Gegenden Ostafrikas noch heute ein Wort mitsprechen. Die Eingeborenen sind machtlos dem „Leviathan" gegenüber, wie der Dichter des Alten Testamentes das Nilkrokodil nennt, der auch von ihm sagt: „Wenn du deine Äand an ihn legst, so gedenke, daß ein Streit sei, den du nicht ausführen wirst." — Mit Pfeil und Bogen, mit Speer- und Steinwllrfen ist dem Angeheuer, das durch eine starke Schuppenhaut geschützt wird, allerdings nicht beizukommen. Wohl werden einzelne, von Eingeborenen mit List und großer Mühe erlegt, in Fischnetzen zufällig gefangen oder auch geangelt; doch die Vermehrung ist so stark, daß die Krokodile nur in Gegenden, die der Europäer mit seinen guten, treffsicheren Waffen auf längere Zeit besucht, ganz vernichtet werden. Dem Gewehrgeschoß bietet kein Krokodilpanzer erfolgreich Widerstand; kleine Krokodile kann man sogar mit dem Schrotgewehr schießen.
Jeder Europäer, selbst wer nicht Jäger ist, beteiligt sich eifrig an dem Vernichtungskrieg, und auch ich habe, nachdem ich die grauenhafte Gefahr, von Krokodilen gepackt und ersäuft zu