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Hans Jürgen Eggers
1/6 naf. Gi.
Abb. 2. Verschiedene Varianten der Kasserolle mit Schwanenkopfbügel.
sucht und beschrieben, nur in gedrängter Kürze die relativ-chronologische Zeitstellung auf Grund der wichtigsten geschlossenen Funde angedeutet. Eine genaue typologisch-chronologische Untersuchung aller Typen ist vielmehr einem zweiten Bande vorbehalten, und wir wollen nun heute, sozusagen im Vorgriff auf das in Vorbereitung befindliche Werk, den Typus der Schwanenkopf-Kasserollen genauer untersuchen. Dabei kommt uns zustatten, daß Verfasser nicht nur vor dem letzten Kriege alle zum freien Germanien gehörenden Gebiete bereisen konnte, sondern seit 1951 auch begonnen hat, das provinzial-römische Gebiet auf Parelle- len zu den Funden aus dem freien Germanien durchzusehen. Die Mittel zu diesen Reisen stellte teils die Römisch-Germanische Kommission in Frankfurt, teils die Deutsche Forschungsgemeinschaft in Bad Godesberg zur Verfügung. Es ist mir ein Bedürfnis, beiden Stellen auch an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank für die großzügige Unterstützung dieses Forschungsvorhabens auszusprechen. Meine eigene Untersuchung gliedert sich in zwei Teile: erstens die relative, zweitens die absolute Chronologie.
Bei der relativen Chronologie stützte ich mich in erster Linie auf die Funde, meist Gräber, die im freien Germanien ausgegraben wurden (vergl. Liste A). Auf Abb. 2 habe ich nochmals die Typen der Schwanenkopfkasserollen aus meinem Buch über den römischen Import zusammengestellt. Die Typen 131—133