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Quellen zur Bremischen Reformationsgeschichte
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1534 Mai 10.

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55.

Herzog Ernst von Lüneburg an Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen. (Auszug.)

.... Wes sick de erssamen unsre lieben besonderen burger- 1531 meister und rat der stat Bremen thun beschweren und deshalb bei Mai 1( uns gesucht, haben e. 1. invorwarter copei im besten zu verneinen. Wie wol nu diesse Sachen zcum schirstkunstigen tage zcu Nuren- burgk zu beratsclaegen sein wurden, so stehen wir doch in Vor­sorgen, demnach dersclbige taegk, wie zu vormutten, sich so eilents nit wol endigen kan, und wir auss bewechlichen Ursachen und des­halb an den bischof zu Bremen ungerne schreiben moegen, das s. 1. itzt uf erfurderen und besoldunge unserer Untertanen, dere von Lüneburg, etzliche reutter und knechte in s. 1. landen uf unseren schaden liggende hat, als wir dan ferner e. 1. zcu seiner zceit auch vormelden wullen, das durch vorweilunge denen von Bremen zu vorhindernisse gotlicher ehre ungcpurliche drangsal mochten zugefuegt werden, van der wegen gelanget an e. 1. unser freuntlich bidde, dieselbigo wullen in rade der iren diessen sachen ferner nachgedencken, und, so es für guet angesehen, zu notturft dere von Bremen ein schreiben an den bischof thun laessen. Wir haben auch nit unterlassen, die dinge an die heimgelassen unsers ohemen und Schwagers des lantgraffen zu Hessen rette zu gelangen.

Und moegen e. 1. nit bergen, das die Burgundiesschen allerlei practicirunge vorhaben mit dem bischof zu Munster, ime auch des­halb und viellichte dem stift an sich zu bringen, gelt und pulver vorstregken; zu dem, das sie auch in handellunge sein sollen, den stift zu Bremen an sich zu bringen. Was nu in dem gesucht oder nit und wurhin das gereichen machte, werden ane zweifei e. 1. bei sich im besten auch zu erachten wiessen. Den wir in Sonderheit

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