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Bd. 1 (1836)
Entstehung
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wirkliche Werth derselben anzusehen ist, da manche schon vor einer Reihe von Jahren taxirt wurden, und jetzt durch vieler­lei Umstände im Preise gesunken sind.

Daß die Straßen in Hinsicht ihrer Geräumigkeit und Regelmäßigkeit gar Vieles zu wünschen übrig lassen, ist schon früher bemerkt worden, eben so auch der auffal­lende Unterschied zwischen denen der Alt- und Neu­stadt. In ersterer sind es nur zwei bis vrei, welche, parallel mit der Weser laufend und die Stadt fast in ihrer ganzen Länge durchschneidend, Anspruch darauf machen können, be­deutend genannt zu werden, allein selbst in diesen lassen die Ausluchtcn, die steinernen Haustreppen und die Kellerthüren nicht Breite genug, um zu einem Trottoir für Fußgänger Raum zu gestatten- von den übrigen haben die größeren nur die Breite, daß zwei Wagen neben einander vorbei passiren können, während die kleineren, und namentlich die, welche die Stadt in ihrem Breitedurchmesser durchschneiden, oft durch einen einzelnen Wagen so ausgefüllt werven, daß selbst den Fußgängern der Durchgang erschwert ist. In der Neustadt findet grade das Gegentheil statt; hier findet man fast keine einzige Straße, welche nicht für die dünnere Bevölkerung und den minder lebhaften Verkehr fast zu breit scheinen sollte, in keiner fehlen die, von der Hauptstraße durch eine Rinne getrennten, freilich nur mit runden Kieselsteinen gepflasterten Fußwege, in einigen prangen sogar noch zwei Reihen mächti­ger Ulmen oder Linden. Fünf mit der Weser und unter sich parallel lausende Straßen werden durch quer gehende in ziem­lich gleiche Quartiere getheilt, die im Inneren die erwähnten Gärten von größerem oder kleinerem Umfang, jene größte Annehmlichkeit der neustädtschen Wohnungen, entHallen. Nicht dasselbe läßt sich von den Straßen der Vorstädte sagen, ganz dem Zufall und der Laune ihre Entstehung verdankend sind sie in jeder Hinsicht regellos; wahrend einige mehr den Dorf- wcgcn gleichen, glaubt man sich in anderen innerhalb der Ring­mauern einer Stadt zu befinden, welches letztere vorzüglich der Fall bei denen ist, die Theile der Bremen durchschneiden­den großen Heerstraßen sind, oder zu den Hauptvergnügungs­örtern in der Nähe der Stadt führen.

Nicht so sparsam wie die alten Bremer mit dem Raume

Bremischer Einwohner für 15,396,961 Rchlr, bei der Versicherungs- kompagnic 1,185,425 Rthlr, bei der Phönix-Assccuranzkompagnie für circ-s 250,000 Thlr. und das Uebrigc bei einigen auswärtigen Versicherungsanstalrcn.